Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 02/18 - 30.01.2018

DGB Sachsen unterstützt die Arbeit der Beratungsstelle für ausländische Beschäftigte in Sachsen

Der sächsische DGB-Vorsitzende Markus Schlimbach hat die Einrichtung einer Beratungsstelle für ausländische Beschäftigte in Sachsen begrüßt: „Die Gewerkschaften haben sich für die Einrichtung der Beratungsstelle für ausländische Beschäftigte stark gemacht. Sie ist ein wichtiger Garant für fairen Wettbewerb in Europa und im Grenzraum. Gute Arbeit für alle Beschäftigten unabhängig von der Herkunft ist das Ziel. Unlauterer Wettbewerb mittels Arbeits- und Sozialdumping auf dem Rücken der Beschäftigten kann nun besser unterbunden werden.“

Die Beratungsstelle unterstützt ausländische und mobile Beschäftigte aus EU-Mitgliedsstaaten, insbesondere aus den mittel- und osteuropäischen Ländern, die von ihrem Recht auf Freizügigkeit in der Europäischen Union Gebrauch machen. Sie fördert damit die Mobilität unter fairen Bedingungen.

„Für die Glaubwürdigkeit von Europa ist entscheidend, dass Regeln eingehalten werden. Dazu gehören Arbeits- und Sozialstandards am Arbeitsort sowie der Gleichbehandlungsgrundsatz. Ausländische Beschäftigte sind keine rechtlosen Beschäftigten, die ungeschützt der Ausbeutung und des Sozialdumping skrupelloser Arbeitgeber ausgesetzt sind“, sagte Schlimbach.

„Leider nutzen manche Arbeitgeber die mangelnden Sprachkenntnisse der Beschäftigten aus und behandeln diese schlechter, als andere Beschäftigte. Da werden Arbeitsunfälle nicht gemeldet, der Mindestlohn unterschritten, Kündigungen bei Krankheit ausgesprochen oder Höchstarbeitszeiten nicht eingehalten. Die Beratungsstelle wird die ausländischen Beschäftigten dabei unterstützen, ihre Rechte wahrzunehmen. Im Mittelpunkt steht die Information und Beratung zu arbeits- und sozialrechtlichen Fragen: denn nur wer seine Rechte kennt, kann sie auch einfordern“, so DGB-Chef Schlimbach.

 

 


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