Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 21/2018 - 21.09.2018

DGB Sachsen startet Kampagne zu Bildungszeit: Ziel ist ein Bildungsfreistellungsgesetz für Sachsen nach der Landtagswahl 2019

Pressegespräch am 21. September 2018 im Volkshaus, Schützenplatz 14, 01067 Dresden

Am 21. September haben rund 90 Beschäftigte sowie Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter mit einer Auftaktveranstaltung die Kampagne für ein Bildungsfreistellungsgesetz in Sachsen gestartet. „5 Tage Bildung. Zeit für Sachsen“ ist das Motto der Kampagne, die in den nächsten Monaten um breite Unterstützung für das Gesetz werben wird.

„Lebenslanges Lernen ist in Zeiten der Digitalisierung notwendig, um den Herausforderungen der Arbeitswelt gewachsen zu sein“, sagte Anne Neuendorf, stellvertretende Vorsitzende des DGB Sachsen. „Unsere Welt verändert sich in vielen Bereichen rasant. Hier kann Bildung und Zeit für Bildung helfen, ein besseres Verständnis für diese Veränderungen zu erlangen, Ängste zu nehmen, Chancen zu sehen und damit das Gefühl stärken, dazu zu gehören und die Zukunft selbst gestalten zu können. Damit verbessern wir die Zukunftsaussichten von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, also der Mehrheit der Bevölkerung in Sachsen.“

Das Ziel lautet: Fünf Tage bezahlte Zeit im Jahr, um sich beruflich, politisch, sozial oder kulturell weiterzubilden. Das Recht auf Bildungszeit ist Sache des Bundeslandes, das heißt, der Sächsische Landtag kann die Bildungszeit einfach beschließen. Bis auf Sachsen und Bayern gibt es in allen Bundesländern ein Bildungsfreistellungsgesetz.

„Arbeitswelt und Lebenswelt gehören zusammen. Die moderne Arbeitswelt braucht allseitig ausgebildete und selbstbewusste Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer für die der Dreiklang: gute Arbeit, tarifliche Bezahlung und verlässliche Leistung zusammen gehört“, sagte Olivier Höbel, IG Metall Bezirksleiter Berlin-Brandenburg-Sachsen. „Unsere Lebenswelt braucht engagierte, aktive Bürger die Ansprüche auf demokratische Teilhabe in Beruf und Gesellschaft anmelden und dafür Verantwortung übernehmen. Beides ist ohne Bildung nicht zu haben. Fünf Tage gesetzlicher Anspruch auf bezahlte Freistellung für politische, soziale, kulturelle oder berufliche Bildung sind deshalb eine dringend notwendige Grundlage.“

Weil Bildungszeit nicht nur eine Frage von beruflicher Weiterbildung ist, sondern auch Ehrenamtliche in Vereinen unterstützt, richtet sich unsere Initiative an breite gesellschaftliche Kreise, Akteure und Einrichtungen. Der DGB und die Mitgliedsgewerkschaften suchen gezielt den Schulterschluss mit Wohlfahrtsverbänden, Einrichtungen für Jugend- und Sozialarbeit, Rettungs- und Notdiensten, Sportvereinen, Kultureinrichtungen, Kirchen und religiösen Trägern, Parteien und politischen Akteuren, Bildungsträgern.

Gestartet wird die Kampagne am Freitag, 21. September 2018 im Volkshaus in Dresden, Schützenplatz 14, 01067 Dresden.

Um 11.45 Uhr laden wir herzlich ein zu einem Pressegespräch mit Olivier Höbel, IG Metall Bezirksleiter Berlin-Brandenburg-Sachsen, Prof. Sabine Schmidt-Lauff, Professur für Weiterbildung und lebenslanges Lernen an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg und Anne Neuendorf, stellvertretende Vorsitzende DGB Sachsen.

Ab 21. September werden Informationen zur Kampagne auf www.zeit-fuer-Sachsen.de online gestellt. Auf Twitter finden sich Meldungen unter #Bildungszeit.

Die Kampagne wird bisher unterstützt von Martin Dulig, Staatsminister Wirtschaft, Arbeit und Verkehr Sachsen, Rico Gebhardt, Vorsitzender Die Linke Sachsen, Klaus Tischendorf, MdL Die Linke, Christin Melcher, Landesvorstandssprecherin von Bündnis 90/Die Grünen in Sachsen.

Bildmaterial von der Veranstaltung stellen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Für Rückfragen: Anne Neuendorf, 0160 533 13 55.

 

 


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Markus Schlimbach

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