Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 24/2018 - 07.11.2018

DGB Sachsen: IAB-Betriebspanel Sachsen 2017 zeigt Nachholbedarf sächsischer Unternehmen

Das heute veröffentlichte IAB-Betriebspanel für Sachsen zeigt nach Ansicht des DGB Sachsen einen deutlichen Nachholbedarf bei sächsischen Unternehmen bei Aus- und Weiterbildung, bei der Entlohnung und bei guten Arbeitsbedingungen.

Der sächsische DGB-Vorsitzende, Markus Schlimbach, sagte dazu heute in Dresden: „Die Klagen über den Fachkräftemangel und das tatsächliche Verhalten der Betriebe passt nicht zusammen. Die Ausbildungsbeteiligung der Betriebe sinkt auf nur noch 23 %, auch die Weiterbildungsbeteiligung ist von 57 auf 53 % gesunken.

Besonders stark ist die Weiterbildungsbeteiligung aber nur in Branchen, in denen es gesetzlichen Vorgaben zur Weiterbildung gibt, wie z. B. im Gesundheits- und Sozialbereich. Deshalb ist auch die Schaffung der gesetzlichen Möglichkeit der Weiterbildungsfreistellung für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Sachsen so notwendig.

Besonders auffällig ist das Missverhältnis zwischen dem offensichtlichen Fachkräftemangel in einigen Branchen und der Anwendung von befristeten Arbeitsverhältnissen. Während er in vielen Branchen sinkt, sind im Bereich Unterricht und Erziehung (19%) und Gesundheits- und Sozialwesen (10%) überdurchschnittlich viele Menschen nur befristet beschäftigt.

Auch die Löhne hinken weiter hinter dem Westen her. Der Abstand zwischen sächsischen Verdiensten (2.690 €) und dem westdeutschen Durchschnitt (3.330 €) beträgt 20 %. Ursache dafür ist die niedrige Tarifbindung in Sachsen und die damit verbundenen unterdurchschnittliche Gehälter.“

Sachsens DGB-Chef Schlimbach zieht folgendes Fazit: „Jammern über Fachkräftemangel bringt nichts. Gute Tarifverträge, ein Weiterbildungsfreistellungsgesetz und ein stärkeres Engagement für Ausbildung wären die besten Rezepte gegen Fachkräftemangel.“

 

Kurzversion [Download,*.pdf, 1,15 MB]: Link zu www.arbeit.sachsen.de
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