Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 04/2017 - 02.03.2017

8. März - Internationaler Frauentag 2017 in Sachsen

Frauentag

DGB

Am Internationalen Frauentag 2017 führt der DGB in Sachsen 7 Veranstaltungen in Aue, Chemnitz, Leipzig, Dresden, Zwickau, Mittweida und Görlitz durch.

Neben diesen zentralen Veranstaltungen besuchen Kolleginnen und Kollegen der DGB-Gewerkschaften Betriebe und Verwaltungen um auf den Tag und dessen Anlass aufmerksam zu machen. Ihre Aktion dient auch dem „Danke – Sagen“ an die beschäftigten Frauen. 

Der DGB fordert anlässlich des Internationalen Frauentags gute Arbeit 4.0 für Frauen. Unter dem Stichwort Industrie 4.0 wird oft über Berufe im produzierenden Gewerbe diskutiert, nicht aber über typische Frauenberufe. „Dabei wäre das dringend geboten, denn der digitale Wandel ist längst kein Branchenphänomen mehr. Heute sind nahezu alle Berufe von Digitalisierungsprozessen betroffen und ein Großteil der weiblichen Beschäftigten arbeitet mit digitalen Technologien. Wir müssen den digitalen Wandel nutzen, um Frauen neue Chancen zur Teilhabe am Arbeitsmarkt zu bieten.“ sagte die sächsische DGB-Vorsitzende Iris Kloppich. 

„In der Pflege arbeiten Beschäftigte immer öfter mit neuen Hebe- und Trägersystemen, in der Gebäudereinigung werden Datenbrillen eingesetzt, und in der Verwaltung ist softwaregesteuerte Produktions- oder Terminplanung längst an der Tagesordnung.“ erläutert Frau Kloppich. „Der Umgang mit digitalen Technologien gehört zum Arbeitsalltag von Frauen dazu. Und er erfordert neue Kenntnisse und Fähigkeiten auf Seiten der Beschäftigten. Dafür brauchen wir mehr und bessere Weiterbildungsangebote – auch für Frauen. Denn weil sie oft Teilzeit arbeiten oder weil eine Kinderbetreuung fehlt, nehmen Frauen heute seltener an Weiterbildungsprogrammen teil als ihre männlichen Kollegen. „Das muss sich ändern!“, fordert die DGB-Chefin.

Gleichzeitig bieten neue Formen des Arbeitens, wie Home-Office und mobiles Arbeiten, Beschäftigten die Chance, das Arbeitsleben besser an private Bedarfe anzupassen. Davon können insbesondere Beschäftigte mit Familien profitieren. „Wir müssen aber auch dafür sorgen, dass die Grenzen zwischen Privatem und Berufsleben nicht weiter verwischen. Deshalb ist ein Recht auf Log off so wichtig. Gute Arbeit 4.0 heißt, dass die Beschäftigten mitentscheiden, wenn zum Beispiel die Betreuung von Kindern flexible Arbeitszeiten erfordert.“ sagte Frau Kloppich.


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Markus Schlimbach

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