Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 19/17 - 19.07.2017

Zustimmung zu Mindestlohn im Osten deutlich höher – aber auch mehr Verstöße im Osten

Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat heute eine repräsentative Umfrage zur Akzeptanz des Mindestlohnes vorgenommen.

In Ostdeutschland ist der Mindestlohn deutlich mehr akzeptiert als in Westdeutschland.
89 % der Ostdeutschen halten den Mindestlohn für richtig, im Westen sind es 84 %.

Deutlich höher als im Westen ist auch die Zahl derjenigen, die von Umgehungen des Mindestlohnes bzw. Personen kennen, die davon betroffen sind. 27 % der Ostdeutschen kennen Betroffene von Maßnahmen zur Umgehung des Mindestlohnes. Im Westen sind dies 19 %.

Die sächsische DGB-Vorsitzende Iris Kloppich sagte zu den Zahlen: „Schon immer gab es in Ostdeutschland eine ausgeprägte Zustimmung zum Mindestlohn. In Sachsen sind über 250.000 Menschen vom Mindestlohn betroffen. Leider gibt es offensichtlich viele, denen der volle Mindestlohn vorenthalten wird. Stärkere Kontrollen sind notwendig, damit die gesetzliche Lohnuntergrenze eingehalten wird.“

 


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Markus Schlimbach

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