Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 02-16 - 15.02.2016

DGB Sachsen gegen Absenkung des Mindestlohnes für Flüchtlinge „Das fördert Zwietracht und Spaltung“

Der stellvertretende Vorsitzende des DGB Sachsen, Markus Schlimbach, hat sich gegen eine Absenkung des Mindestlohnes für Flüchtlinge ausgesprochen: „Die Pläne der CDU sind sozialer Sprengstoff. Flüchtlinge werden damit als Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt mißbraucht. Langzeitarbeitslose sollen dann offensichtlich mit Flüchtlingen um die billigsten Arbeitsplätze konkurrieren. So wird nicht Integration geschaffen sondern Zwietracht und Spaltung.

Der abgesenkte Mindestlohn für Langzeitarbeitslose ist schon jetzt ein untaugliches Instrument zur Integration von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt. Während die Arbeitslosigkeit in Sachsen insgesamt um fast 10 % gesunken ist, ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen nur um 5,6 % gesunken. Jeder dritte Arbeitslose in Sachsen ist ein Langzeitarbeitsloser mit steigender Tendenz . Nüchtern muss man feststellen: Sachsens Unternehmer haben eigentlich kein Interesse an der Einstellung von Langzeitarbeitslosen.“


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