Deutscher Gewerkschaftsbund

27.08.2014
Landtagswahl am 31. August 2014

Wahlaufruf des DGB Sachsen

Die sächsischen DGB-Gewerkschaften rufen die Bürgerinnen und Bürger des Freistaates Sachsen zur Beteiligung an der Wahl zum Sächsischen Landtag am 31. August auf. „Die aktive Beteiligung an der Wahl stärkt die Demokratie“, sagte die sächsische DGB-Vorsitzende Iris Kloppich.

In 13 Schwerpunkten hat der DGB Sachsen seinen Aufgabenkatalog für die neue Legislaturperiode zusammengefasst. Dabei geht es unter anderem um die Beendigung der sächsischen Niedriglohnpolitik, die Sicherung von Fachkräften, ein gestärktes Arbeitsministerium, eine sichere und bezahlbare Energieversorgung, genügend Personal in Kindertagesstätten, Schulen und Hochschulen, um die Altersabgänge auszugleichen und die Qualität zu erhalten sowie einen Stopp des Personalabbaus bei der Polizei.

„Der neue Sächsische Landtag muss die Weichen stellen für eine sichere Zukunft des Freistaates Sachsen. Dafür muss mehr in Köpfe investiert werden. Der demografische Wandel verändert Sachsen – darauf muss der neue Sächsische Landtag reagieren. Am 31. August haben es die Wählerinnen und Wähler in Sachsen in der Hand“ so die DGB-Vorsitzende. Gleichzeitig appellierte sie: „Verschenken Sie Ihre Stimme nicht an rechtsextreme Parteien.“

 

Landtagswahl in Sachsen am 31.08.2014 - Wählen gehen!

Am 31. August 2014 wird der neue Sächsische Landtag gewählt. Der neue Sächsische Landtag hat vieles anzupacken:

  • Schluss mit der Niedriglohnpolitik. Vorfahrt für Tarifverträge und gute Arbeit.
  • Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen beenden, gleicher Lohn und gleiche Arbeit durchsetzen!
  • Lohn- und Sozialdumping stoppen durch ein modernes Vergabe- und Tariftreuegesetz, das faire Regeln für die Vergabe öffentlicher Aufträge festlegt.
  • Bessere Ausbildungschancen und Perspektiven für junge Leute, Fachkräfte sichern, gesund in Rente – damit der demografische Wandel in Sachsen gestaltet wird.
  • Industrie stärken, Zukunftsinnovationen fördern, mit einer modernen Wirtschaftspolitik Sachsen sozial und ökologisch voranbringen
  • Das Arbeitsministerium muss wieder ein Ohr für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben, sich für mehr Mitbestimmung einsetzen und Betriebsräten den Rücken stärken.
  • Die Infrastruktur Sachsens wird auf Verschleiß gefahren und muss endlich rundum erneuert werden.
  • Sichere und bezahlbare Energieversorgung für die Bevölkerung, für Handwerk und Industrie.
  • Bessere frühkindliche Bildung und Betreuung unserer Kinder in Kindertagesstätten.
  • Ausreichend und gut ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer, um die Altersabgänge auszugleichen, den wachsenden Schülerzahlen gerecht zu werden und die Schulen in Sachsen qualitativ weiter zu entwickeln
  • Keine weiteren Kürzungsprogramme, die Sachsens Hochschulen ausbluten.
  • Ein moderner öffentlicher Dienst, der für alle Menschen da ist - in der Großstadt und auf dem flachen Land.
  • Stopp des Personalabbaus bei der Polizei, damit es wieder genug Polizisten gibt, die für Sicherheit sorgen.

Mit Ihrer Entscheidung am Wahltag bestimmen Sie, von wem und wie Sachsen in den nächsten fünf Jahren regiert wird. Nutzen Sie ihr Stimmrecht. Stärken Sie am 31. August die Demokratie. Verschenken Sie Ihre Stimme nicht an rechtsextreme Parteien. Gehen Sie wählen – für die Zukunft der Menschen in Sachsen!

Iris Kloppich, Vorsitzende Deutscher Gewerkschaftsbund Bezirk Sachsen, Markus Schlimbach, stellv. Vorsitzender DGB Sachsen, Dr. Sabine Gerold, Vorsitzende Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Sachsen, Petra Reinbold-Knape, Landesbezirksleiterin IG Bergbau, Chemie, Energie Landesbezirk Nordost, Olivier Höbel, Bezirksleiter IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen, Thomas Voss, Landesbezirksleiter ver.di Sachsen/Sachsen-Anhalt/Thüringen, Petra Schwalbe, Landesbezirksvorsitzende Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten Landesbezirk Ost, Hagen Husgen, Vorsitzender Gewerkschaft der Polizei Sachsen, Volker Linke Landesgeschäftsstellenleiter Sachsen Eisenbahner- und Verkehrsgewerkschaft, Mirko Hawighorst, stellv. Regionalleiter IG Bauen-Agrar-Umwelt Sachsen


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