Deutscher Gewerkschaftsbund

15.05.2017

"Zeit für mehr Mitbestimmung - Ein Netzwerk, das bewegt"

DGB Bezirksfrauenkonferenz Sachsen am 13.05.2017 in Dresden

Zur DGB Bezirksfrauenkonferenz Sachsen am 13.05.2017 im art'otel Dresden diskutierten ca. 80 Delegierte, sächsische Betriebs- und Personalrätinnen und Gäste zum Thema: „Zeit für mehr Mitbestimmung – ein Netzwerk, das bewegt“.

Iris Kloppich, Vorsitzende des DGB Bezirk Sachsen und die stellvertretende Vorsitzende des DGB Bundesvorstandes Elke Hannack verwiesen auf die gewerkschaftspolitischen Anforderungen an eine moderne Frauen-, Gleichstellungs- und Familienpolitik.

„Mit der Überwindung der Entgeltlücke durch ein Entgeltgleichheitsgesetz, dass auf Flächentarifverträge und Allgemeinverbindlichkeitserklärungen aufbaut, würden wir auf dem langen und steinigen Weg zur Gleichstellung von Männern und Frauen auf dem Arbeitsmarkt schon ein gutes Stück vorangekommen.“, so Elke Hannack in ihren Ausführungen.

Die Gewerkschafterinnen forderten im Verlauf der Konferenz die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst sowie ein umfassendes Mitbestimmungsrecht bei Maßnahmen zur Durchsetzung der tatsächlichen Gleichstellung von Frauen und Männern in den Betrieben.

Die Digitalisierung und „Arbeit 4.0“ verlangen besonders von Frauen neue erhöhte Anforderungen an ihre Arbeitsplätze. Die Kolleginnen waren sich einig, dass die Schließung der Lücke zwischen den vereinbarten, den faktischen und den gewünschten Arbeitszeiten, sowohl für Frauen als auch für Männer ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung wäre. Besonders die Betriebsrätinnen von ver.di, NGG, IG Metall und EVG unterstrichen die Notwendigkeit für ein Teilzeitgesetz, was die Rückkehr in die gewünschte Arbeitszeitstruktur und in individuelle Arbeitszeitmodelle ermöglicht.

Die sächsischen Spitzenkandidatinnen von Die Linke, SPD und Bündnis 90 / Die Grünen nahmen unter anderem diese gewerkschaftlichen Forderungen auf. Sie versprachen, sich bei ihrer Wiederwahl in den Bundestag gegen Kinder- und Altersarmut, für ein höheres Rentenniveau und eine Rentenversicherung, in die alle einzahlen sowie für ein Entgeltgleichheitsgesetz und eine gesetzliche Regelung von Familienarbeitszeiten einzusetzen.

Die Bezirksfrauenkonferenz verabschiedete 8 Anträge, die sich mit der Weiterbildungsfreistellung in Sachsen, Frauen in Fach- und Führungspositionen, der Weiterentwicklung des Rechts auf Teilzeit, dem Familienpflegegesetz für Beamtinnen und Beamte, dem Genderkompetenzzentrum Sachsen und der Forderung für eine Politik mit Frauen und für Frauen beschäftigten. An der Spitze der Anträge stand der Antrag des DGB-Bezirksfrauenausschusses mit der Forderung gegenüber der Sächsischen Staatsregierung ein wirksames, modernes Gleichstellungsgesetz entsprechend den Festlegungen im Koalitionsvertrag endlich zu beschließen.

Für die Arbeit im neuen DGB Bezirksfrauenausschuss bis 2021 wurden 15 Kolleginnen aus den 8 DGB Gewerkschaften bestätigt.

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