Deutscher Gewerkschaftsbund

08.02.2017

Warnstreiks im Öffentlichen Dienst in Sachsen

Über 10000 Menschen bei Kundgebung bin Dresden

Über 10.000 Lehrerinnen und Lehrer, Forstarbeiter, Feuerwehrleute sowie Beschäftigte aus allen Bereichen des öffentlichen Dienstes im Freistaat Sachsen kamen heute zur zentralen Warnstreikkundgebung der Gewerkschaften GEW und ver.di vor das sächsische Finanzministerium in Dresden.

An den landesweiten Warnstreikaktionen nahmen darüber hinaus weitere tausende Beschäftigte der öffentlichen Verwaltungen in Sachsen teil.

Uschi Kruse, Landesvorsitzende der GEW Sachen machte deutlich, dass „die Schmerzgrenze der Lehrerinnen und Lehrer erreicht ist. Täglich gute Leistung der Lehrerinnen und Lehrer in den Klassenzimmern erfordert auch eine gute Bezahlung.“

Der stellvertretende DGB-Bezirksvorsitzende Markus Schlimbach forderte den anwesenden Finanzminister Unland auf „bei ständigen Steuermehreinnahmen endlich seinen Sparwahn zu beenden. Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes brauchen auch Wertschätzung im Portemonnaie.“

Hintergrund der Aktionen sind die Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst der Länder. Die Gewerkschaften fordern eine Erhöhung der Tabellenentgelte im Gesamtvolumen von 6 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten sowie die Erhöhung der Ausbildungsentgelte und der Entgelte der Praktikantinnen/Praktikanten um 90 Euro monatlich, mehr Urlaub und Übernahme nach der Ausbildung. Die Arbeitgeber haben in den bisherigen zwei Tarifverhandlungen demgegenüber nicht mal ein Angebot vorgelegt.


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