Deutscher Gewerkschaftsbund

01.05.2013

DGB-Sachsen: 16.000 für „Gute Arbeit. Sichere Rente. Soziales Europa“

An den Mai-Kundgebungen in Sachsen haben sich 2013 rund 16.000 Menschen beteiligt. Die 14 Kundgebungen des DGB standen unter dem Motto „Gute Arbeit – Sichere Renten – Soziales Europa“.

Die DGB-Vorsitzende Iris Kloppich forderte in Chemnitz einen „grundlegenden Wechsel in der Wirtschaftspolitik in Deutschland und Sachsen“. „Wir brauchen eine gesellschaftliche Verantwortung für Beschäftigung und Wachstum sowie Impulse für mehr Nachfrage. Tarifverträge und gute Arbeit müssen wieder selbstverständlich sein. Prekäre Beschäftigung, Leiharbeit, Mini- und Midi-Jobs haben sich in den letzten Jahren immer stärker ausgebreitet. Wir wollen eine neue Ordnung der Arbeit. Ein einheitlicher gesetzlicher Mindestlohn ist für uns Grundbedingung.“, sagte die sächsische DGB-Vorsitzende.

Die DGB-Chefin forderte grundlegende politische Konzepte gegen die Altersarmut. „Obwohl immer mehr Menschen mit Niedrigst-Renten auskommen müssen, handelt die Politik nicht. Die Bundestagswahl ist deshalb auch eine Entscheidung über die Bekämpfung von Altersarmut. Wir wollen als DGB, dass es eine Mindestrente gibt, die zum Leben reicht“, so Frau Kloppich vor 1.800 Menschen.

Jürgen Trittin, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Bundestag, sprach in Dresden vor 2.000 Menschen.

In Bautzen warnte der IG Metall Bezirksleiter Olivier Höbel die Arbeitgeber vor einer Hinhaltetaktik. „Die IG Metall ist kampfbereit!“ Die Friedenspflicht in der Metall- und Elektroindustrie ist zum 30.04. ausgelaufen.

In Leipzig sprach die künftige Stellvertretende Vorsitzende des DGB, Elke Hannack, vor 2.600 Menschen.

In Zwickau bekräftigte der Betriebsratsvorsitzende von Porsche, Uwe Hück, vor 2.000 Menschen die Kampfbereitschaft der Metallerinnen und Metaller in der gegenwärtigen Tarifauseinandersetzung.

Sachsens DGB-Vize Markus Schlimbach kritisierte in Görlitz die Europapolitik der Bundesregierung. „Ohne Sinn und Verstand wird den südeuropäischen Ländern eine Sparpolitik aufgezwungen, die die Krise nur verschärft. Europa braucht ein Aufbauprogramm wie dem Marshallplan, um Investitionen voranzubringen. Vor allen Dingen brauchen die Menschen in Griechenland, Spanien und Portugal wieder Arbeit in ihren Ländern.“

Impressionen vom 1. Mai in Sachsen


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