Deutscher Gewerkschaftsbund

02.07.2019
Lausitz

Gespräch über Zukunft der Lausitz

Anne Neuendorf, Wolfgang Lemb und Dana Dubil

DGB Sachsen

Der DGB Sachsen und die IG Metall haben am Dienstag in Dresden über den Kompromiss zum Kohleausstieg und die Auswirkungen auf Wirtschaft und Beschäftigung in der Lausitz beraten. An dem Gespräch nahmen teil Anne Neuendorf, stellvertretende Vorsitzende des DGB Sachsen, zuständig für Wirtschafts-, Struktur- und Industriepolitik, Dana Dubil, Regionsgeschäftsführerin des DGB Ostsachsen und Wolfgang Lemb, geschäftsführender Vorstand der IG Metall, zuständig für Industrie- und Energiepolitik.

Die Umsetzung des Kompromisses stellt die Wirtschaft in der Lausitz und im mitteldeutschen Revier vor erhebliche Herausforderungen, hieß es in der Diskussion. Der DGB Sachsen steht zum Kompromiss und fordert eine zügige Umsetzung mit entsprechenden Gesetzen ein.  Besonderes Augenmerk legen die Gewerkschaften auf die Industrie, industrielle Dienstleister und die Zulieferbetriebe.

„Bei unseren Gesprächen ist deutlich geworden: Die Industriellen Dienstleister müssen mehr Beachtung finden, das ist unser Appell an die Politik. Die DGB-Gewerkschaften werden sich in den Strukturaufbau und die Regionalplanung aktiv einbringen, um im Sinne von Guter Arbeit und Fachkräftesicherung in den betroffenen Revieren die Interessen der Beschäftigten durchzusetzen. Einen tragfähigen Strukturwandel wird es nur mit den Beschäftigten und den Gewerkschaften geben“, sagte Anne Neuendorf. Die dringendste Aufgabe ist es, in den Revieren tarifgebundene Industriearbeitsplätze zu schaffen.

Wolfgang Lemb, für Industriepolitik zuständiges Vorstandsmitglied der IG Metall machte deutlich: „Die Erhaltung und Schaffung neuer zukunftssicherer und gut bezahlter Industriearbeitsplätze ist Grundlage für einen erfolgreichen Strukturwandel in der Lausitz. Hierzu bedarf es einer gut abgestimmten und aktiven Industriepolitik in den betroffenen Regionen, flankiert durch eine zielgerichtete Industriestrategie auf Bundesebene. Strukturell hat die Region alle Chancen, den Wandel zu einer Energieregion der Zukunft zu gestalten.“

 


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