Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 96 - 23.11.2022

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen: DGB Sachsen erinnert der Opfer und fordert besseren Schutz von Frauen in allen Lebens- und Arbeitsbereichen

Am 25. November 2022 wird der DGB in Sachsen an die Opfer von Gewalt gegenüber Frauen erinnern und seine Forderungen für einen besseren Schutz für Frauen auf die Straße tragen.

„Gewalt gegen Frauen ist kein Randphänomen und auch keine Privatsache. Jede dritte Frau wird in Deutschland mindestens einmal in ihrem Leben Opfer von physischer und/oder sexualisierter Gewalt. Wir fordern einen besseren Schutz von Frauen in allen Lebens- und Arbeitsbereichen“, sagte die stellvertretende Vorsitzende des DGB Sachsen, Daniela Kolbe.

Der Blick gehe an diesem Internationalen Tag auch über Grenzen hinaus. „Wir denken an alle Frauen, vor allem im Iran, die von Gewalt betroffen waren oder es aktuell sind, die die Übergriffe nicht überlebt haben oder noch immer in Gefängnissen gefoltert werden. Weltweit fordern wir heute die Beendigung von Gewalt gegen Frauen, mehr Prävention, die Stärkung der Frauenrechte und die Herstellung von Gleichstellung“, so Kolbe.

Auch die Bundesregierung sei „in der Pflicht“, ihrer Verantwortung nachzukommen, um Frauen besser zu schützen. „Es ist überfällig, dass die Bundesregierung das Abkommen 190 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) gegen Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz endlich unterzeichnet. Frauen müssen vor Gewalt am Arbeitsplatz sicher sein“, sagte Kolbe.

Am 25.11.2022 werden an den Gewerkschaftshäusern in Sachsen Fahnen gehisst, um auf den Tag aufmerksam zu machen und das klare Signal „Nein zur Gewalt an Frauen“ zu senden.

In Dresden wird der DGB von 7:00 Uhr bis 9:00 Uhr eine Aktion vor den Dresdner Verkehrsbetrieben, Trachenberger Straße 40, Dresden durchführen. 

In Leipzig wird der DGB von 16:00 Uhr bis 17:30 Uhr vor dem Volkshaus, Karl-Liebknecht-Straße 30/32, eine Kundgebung und Gedenkveranstaltung durchführen. Mit 1.053 Kerzen für 1.053 Fälle häuslicher Gewalt an Frauen und Mädchen in der Stadt Leipzig im Jahr 2021, gedenken wir der Betroffenen, die durch Ehemänner, Ex-Partner:innen und Familienangehörige Gewalt erfahren haben. Seit 2011 gab es in Leipzig 13 Femizide. Unter den Rednerinnen werden Daniela Kolbe, stellv. Vorsitzende des DGB Sachsen, und Gesine Märtens, Staatssekretärin im SMJusDEG, sein. Anschließend findet eine Demonstration zum Johannisplatz statt, die von der AG Lisa organisiert wird.

Außerdem weist der DGB Sachsen auf das bundesweite Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ hin, das Frauen in Not rund um die Uhr und in 18 Sprachen unterstützt. Es ist erreichbar unter: 08000 116 016. www.hilfetelefon.de.


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Anna Bernstorf
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