Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 15/11 - 29.03.2012

Sparpolitik schädigt den Bildungsstandort Sachsen

„Bildet die Rettung. Rettet die Bildung“, unter diesem Motto gehen heute sachsenweit Schülerinnen und Schüler auf die Straße, um gegen aktuelle Fehlentwicklungen in der Bildungspolitik aufmerksam zu machen. Der DGB-Sachsen unterstützt die Proteste und erneuert in diesem Zusammenhang seine Kritik an der derzeitigen Bildungspolitik.

„Es ist immer großartig, wenn junge Menschen ihre Geschicke selbst in die Hand nehmen und ihre Forderungen auf die Straße tragen“, so DGB-Vorsitzende Iris Kloppich. „Es ist überfällig, dass die Staatsregierung ihre Bildungspolitik überdenkt. Darauf haben auch andere Akteure wie Gewerkschaften und Fachverbände hingewirkt. Jahrelang wurde auf das fehlende Personalentwicklungs- und Finanzierungskonzept für Lehrerinnen- und Lehrerstellen aufmerksam gemacht. Doch gehandelt wurde nicht. Stattdessen werden notwendige Investitionen in Bildung auf dem Altar der Sparvorgaben geopfert“, zeigt sich die DGB-Vorsitzende enttäuscht. 

Die neue Kultusministerin, Brunhild Kurth, hatte in der letzten Woche mitgeteilt, dass sie sich die einzelnen Schularten differenziert betrachten wird. Akuten Handlungsbedarf über alle Schularten verteilt könne sie bisher nicht sehen. „Kurzfristig ist das vielleicht richtig, mittel- und langfristig stellt sich die Situation aber über alle Schularten gleich dar. Um den hohen Bedarf an Lehrerinnen und Lehrern der nächsten 10 bis 15 Jahre decken zu können, wäre es beispielsweise notwendig, wirklich allen Lehramtsabsolventinnen und -absolventen eine Chance in Sachsen zu geben. Obwohl selbst das nur ein Teil der Lösung wäre, passiert es nicht“, ergänzt André Schnabel von der DGB-Jugend .


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