Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 33/13 - 07.11.2013

DGB Sachsen warnt vor Personalmangel im öffentlichen Dienst

Der stellvertretende DGB-Vorsitzende Markus Schlimbach forderte auf einer Konferenz in Dresden von der Sächsischen Staatsregierung der demografischen Entwicklung im öffentlichen Dienst eine stärkere Beachtung zu schenken: „Die Staatsregierung taumelt sehenden Auges in die nächste personalpolitische Katastrophe. Die Altersstruktur im öffentlichen Dienst in Sachsen ist besorgniserregend. In der Kernverwaltung des Freistaates liegt das Durchschnittsalter bei über 47 Jahren. In den nächsten 5 Jahren werden rund 18.000 Beschäftigte aus allen Bereichen des öffentlichen Dienstes ausscheiden. 

In einem chaotischen Prozess werden Stellen, Personen und Aufgaben wegfallen. Das hat gravierende Auswirkungen auf die Funktionsfähigkeit des öffentlichen Dienstes. Was bereits bei den Lehrern passiert und bei der Polizei offenbar wird, wird bald den gesamten öffentlichen Dienst betreffen. Die Staatsregierung muss die demografischen Probleme des öffentlichen Dienstes ernst nehmen.“ 

Die DGB-Gewerkschaften fordern deshalb ein Eckpunkte für ein Personalentwicklungskonzept der Staatsregierung, welches in den einzelnen Ressorts unter Beteiligung der Personalräte konkretisiert wird. „Dazu gehört ein Demografie-Tarifvertrag, der Grundlage für die Entwicklung aller Beschäftigten schafft. In Zukunft kommt der Personalentwicklung in der sächsischen Verwaltung ein höherer Stellenwert zu. Die Dienstrechtsreform ist dafür nur eine unzureichende Grundlage“, kritisierte Schlimbach.


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