Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 34/12 - 10.07.2012

Sachsen hinkt beim Beschäftigungsaufbau hinterher – Arbeitsplätze in der Bildung fallen weg

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in Sachsen wächst im Vergleich der deutschen Bundesländer unterdurchschnittlich. Nach neuesten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit ist die Beschäftigung in Sachsen im Vergleich zum Vorjahr lediglich um 1,5 % gewachsen. Im April waren in Sachsen 1,446 Mio Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Bundesweit betrug der Anstieg 2,4 %. Im Vergleich aller ostdeutschen Bundesländer gab es einen Beschäftigungsaufbau von 1,7%. Spitzenreiter in Deutschland ist Berlin mit einem Beschäftigungsaufbau von 3,6 %, danach folgen Niedersachsen und Bayern.

Der stellvertretende DGB-Vorsitzende von Sachsen, Markus Schlimbach, nannte als eine Ursache für den geringen Beschäftigungsaufbau in Sachsen den anhaltenden Personalabbau im Bildungsbereich. So sind im Jahresvergleich über 3200 Arbeitsplätze in der Bildung weggefallen. Das ist ein Rückgang um 3,9 %. Aber auch in anderen Dienstleistungsbereichen ist ein Rückgang der Beschäftigung zu verzeichnen. 

„Der Sparkurs der Staatsregierung schlägt sich bei der Beschäftigung nieder. Die verfehlte Haushaltspolitik der Staatsregierung ist die Ursache für ein deutlich geringeres Wachstum im Freistaat.“ sagte der DGB-Vize. „Der kommende Doppelhaushalt muss andere Prioritäten setzen. 2013/14 braucht Sachsen eine Bildungs- und Ausbildungsoffensive für die Fachkräfte von morgen. Im bundesweiten Vergleich gerät Sachsen ins Hintertreffen, wenn es weiter in den Schlüsselbereichen Bildung und Ausbildung spart.“


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