Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 29/13 - 31.07.2013

Sachsen hat Ausbauziel erreicht - nun auf Qualität setzen!

Anlässlich der aktuellen Zahlen zum Krippenausbau sagte die Vorsitzende des DGB Bezirk Sachsen, Iris Kloppich: „Die Anzahl der Kita-Plätze reicht aus, aber in Qualität der frühkindlichen Bildung muss mehr investiert werden“.

In Sachsen betreut nach dem diesjährigen "Länderreport Frühkindliche Bildungssysteme" der Bertelsmann Stiftung in den Krippengruppen eine Vollzeitkraft rechnerisch mehr als sechs Ganztagskinder (1:6,1).

Das ist der drittschlechteste Personalschlüssel aller Bundesländer.

In Bremen, dem Land mit dem günstigsten Personalschlüssel (1:3,1), ist eine Erzieherin nur für halb so viele Kinder verantwortlich. Für die Qualität von frühkindlicher Bildung ist es von entscheidender Bedeutung, wie viele Kinder eine Erzieherin zu betreuen hat. sagte Iris Kloppich.

Die überwiegend gute Quantität des Betreuungsangebots in Sachsen, macht eine bessere Personalausstattung noch dringlicher, so die DGB Vorsitzende. „Denn je mehr Zeit ein Kind in der Kita verbringt, desto wichtiger wird die Qualität der Betreuung. Gute frühkindliche Bildung braucht kleine Gruppen und ausreichend Personal.“

Der DGB Sachsen fordert für die Betreuung von unter Dreijährigen ein Betreuungsverhältnis von maximal 1 zu 4, für die über Dreijährigen maximal 1 zu 8. Der aktuellen Bertelsmann-Studie zufolge ist in Sachsen jedoch ein/e Erzieher/in für 1:12,3 Kinder zuständig. Hier muss dringend nachgebessert werden.

Für eine echte Qualitätsoffensive müssen mehr Erzieher/innen ausgebildet und eingestellt werden, doch zu den derzeitigen Arbeitsbedingungen lässt sich kaum qualifiziertes Personal finden. Auch die schlechte Bezahlung steht im krassen Widerspruch zu den gestiegenen Anforderungen an den Beruf.

„Wir fordern die Landesregierung daher auf, die Prioritäten richtig zu setzen und mit aller Kraft in die Qualität der frühkindlichen Bildung zu investieren“, so die DGB Bezirksvorsitzende Iris Kloppich.


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