Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 52/11 - 31.10.2011

DGB Sachsen kritisiert Sachsen- CDU wegen Mindestlohnablehnung

Die sächsische DGB-Vorsitzende Iris Kloppich hat die Ablehnung der sächsischen CDU des Mindestlohn-Antrags beim CDU-Parteitag kritisiert.

„Die sächsische CDU scheint nicht mehr die Realitäten im Freistaat zu bemerken. Wenn insgesamt über 118.000 Menschen in Sachsen aufstockende Leistungen von den Job-Centern beantragen müssen, davon rund 31.000 Vollzeitarbeitende, dann muss sich auch in Sachsen etwas ändern. Über 20% der Beschäftigten in Sachsen verdienen weniger als 7,50 € die Stunde. Von ihrer Arbeit müssen die Menschen auch leben können. Arbeitgeber, die bewusst darauf setzen, dass Niedriglöhne vom Staat aufgestockt werden, nutzen unser Sozialsystem schamlos aus. Ein Mindestlohn schiebt diesem Missbrauch einen Riegel vor. Im übrigen bestätigen alle Erfahrungen aus den anderen europäischen Ländern, dass der Mindestlohn ein wirksames Instrument gegen Lohndumping ist.

Ich setze darauf, dass wie in der Bundes- CDU auch in der sächsischen CDU ein Diskussions- und Umdenkprozess stattfindet. Auch die sächsische CDU kann nicht Missstände übersehen und sich den Realitäten verweigern. Sachsen muss weg vom Niegriglohn.“


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