Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 24/12 - 01.05.2012

DGB-Sachsen: 20.000 für gute Arbeit und gerechte Löhne

 An den Mai-Kundgebungen in Sachsen haben sich 2012 rund 20.000 Menschen beteiligt. Die 14 Kundgebungen des DGB standen unter dem Motto „Gute Arbeit für Europa – Gerechte Löhne. Soziale Sicherheit“

 Die DGB-Vorsitzende Iris Kloppich forderte in Bautzen eine „aktive Politik für gute Löhne und gegen prekäre Beschäftigung“.

 „Sachsen darf kein Niedriglohnland mehr sein. In den Tarifrunden kämpfen die Gewerkschaften für gerechte Löhne und gute Arbeit. Durch die Ausweitung von Leiharbeit, Mini- und Midi-Jobs, Werkvertragsarbeitnehmer sowie Praktikas werden immer mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in schlecht bezahlte und unsichere Jobs gedrängt. In der Folge wird die soziale Spaltung in unserem Land immer größer.“, sagte die DGB-Chefin.

 „Wir brauchen eine neue Diskussion über den Wert der Arbeit. Wer über fehlende Fachkräfte jammert, darf seine Leute nicht untertariflich bezahlen, befristet beschäftigen und schlecht ausbilden.“, so die Gewerkschafterin.

 Überschattet war die Kundgebung in Bautzen von einem Aufmarsch der rechtsradikalen NPD. Insgesamt folgten rund 1.500 Menschen dem Aufruf eines breiten Bündnisses, gegen die Neonazis zu protestieren.

 Der SPD-Vorsitzende Siegmar Gabriel sprach in Zwickau vor 3.500 Menschen.

 In Chemnitz warnte der IG Metall—Bezirksleiter Olivier Höbel vor einer Hinhaltetaktik der Arbeitgeber bei den laufenden Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie: die IG Metall ist kampfbereit.

 In Dresden sprach der ver.di-Landesbezirksleiter Thomas Voß vor rund 2.000 Menschen.

 Sachsens DGB-Vize Markus Schlimbach kritisierte in Borna vor rund 600 Menschen die Sächsische Staatsregierung: „Sparen allein ist keine Politik. Der Streit um neue Lehrer in Sachsen zeigt, dass der politische Kompass bei der Regierung verloren gegangen ist. Jetzt sind Investitionen in Bildung und Zukunft nötig. Wir erleben aber gegenwärtig ein hektisches Gestopfe von Löchern, ohne dass ein Konzept für die kommenden Jahre erkennbar wird.“, sagte Schlimbach.


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