Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 07/13 - 06.03.2013

Heute für Morgen Zeichen setzen am Internationalen Frauentag

DGB Sachsen fordert: Eigenständige Existenzsicherung statt Minijobs und Niedriglöhne

Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März fordert der DGB Sachsen die eigenständige Existenzsicherung von Frauen endlich durch effektive Maßnahmen voran zu treiben.

„Es ist an der Zeit, gleichstellungspolitisch aufzuholen, denn bei der Geschlechtergerechtigkeit hinkt Deutschland gegenüber anderen europäischen Ländern hinterher: Die Entgeltdifferenz zwischen Männern und Frauen ist hierzulande mit 22% besonders groß. Und die Erwerbstätigkeit von Frauen ist zwar gestiegen, aber all zu oft geprägt durch unfreiwillige Teilzeit und geringfügige Beschäftigung.“, so die Vorsitzende des DGB Bezirk Sachsen, Iris Kloppich.

Eine Ursache für die großen Unterschiede in der Teilhabe von Männern und Frauen am Arbeitsmarkt sind die Minijobs. Sie scheinen attraktiv, weil hier bis zu 450 Euro im Monat verdient werden darf - frei von  Steuern und Sozialabgaben. Aber sie haben sich als berufliche Sackgasse für Frauen erweisen: Wer einmal in den Minijob einsteigt findet meist nicht den Weg zurück in reguläre Beschäftigungsverhältnisse. Frauen, die in die Minijob-Falle geraten sind, verfügen weder über ein existenzsicherndes Einkommen noch haben sie Aussicht auf eine auskömmliche Rente. Sie brauchen dringend eigene Perspektiven, um auch langfristig auf eigenen Beinen stehen zu können. Ihre Zahl liegt mit 13 Prozent Anteil an Minijobs bei den Frauen und 8 Prozent Anteil bei den Männern in Sachsenzwarunter dem bundesdeutschen Schnitt, aber mit an der Spitze im Vergleich der ostdeutschen Länder.

Darum fordert der DGB, alle Arbeitsverhältnisse gleich zu behandeln und ab der ersten Arbeitsstunde sozial abzusichern. Dazu hat er ein Konzept zur Reform der Minijobs vorgelegt.

Die Chance auf eine eigenständige Existenzsicherung für Frauen ist heute unverzichtbar.Angesichts der steigenden Zahl von Frauen, die mit ihrem Einkommen ihre Familie ernähren (müssen) und des sinkenden Rentenniveaus, sind Bund und Länder aufgerufen, solche Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Frauen über alle Lebensphasen hinweg für ihre soziale Absicherung sorgen können.

Die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen am Arbeitsmarkt sind das frauenpolitischen Thema des Jahres 2013.

Deswegen: Heute für morgen Zeichen setzen!


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