Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 45/11 - 06.10.2011

DGB Sachsen fordert Einhaltung menschenwürdiger Arbeit

Anlässlich des morgigen Welttages für menschenwürdige Arbeit fordert der DGB Sachsen die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und die Einhaltung der Arbeitnehmerrechte in Europa und in Sachsen.

Laut der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) befindet sich mindestens 50% der weltweiten Erwerbsbevölkerung in ungeschützten Beschäftigungsverhältnissen. Über 80% der Weltbevölkerung haben keinen oder nur sehr begrenzten Zugang zu Sozialschutz und den grundlegendsten Arbeitsschutzbestimmungen.

„Deutsche und Internationale Firmen beuten die Not der Menschen aus und verwehren grundlegende Arbeits- und Sozialrechte“, sagte der stellvertretende DGB-Vorsitzende Markus Schlimbach. Aktuelle Beispiele sind die fürchterlichen Arbeitsbedingungen von Q-Cells in Malaysia und beim Apple-Zulieferer Foxconn in China.

Auch im Dreiländereck Sachsen, Nordböhmen und Niederschlesien sehen die Gewerkschaften mit Sorge, dass Arbeitnehmerrechte und Sozialschutz missachtet werden. Gerade die Sonderwirtschaftszonen in Polen sind Gebiete, wo oftmals Arbeitnehmerrechte mit Füssen getreten werden. „Unsere polnischen Kollegen berichten von Arbeitsverträgen mit 7-Tage-Woche oder willkürlichen Entlassungen wegen gewerkschaftlicher Betätigung. Gerade in den Sonderwirtschaftszonen glauben viele Unternehmer sie könnten mit ihren Arbeitnehmern wie mit Leibeigenen umgehen“, sagte Schlimbach.

„Menschenwürdige Arbeit geht anders: Guter Lohn für gute Arbeit, die Einhaltung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes und das Recht sich gewerkschaftlich zu organisieren gehören selbstverständlich dazu“, so Markus Schlimbach, stellvertretender Vorsitzender des DGB Sachsen und Präsident des Interregionalen Gewerkschaftsrates Elbe-Neiße.

Mit 382 Aktionen in 66 Ländern werden die Gewerkschaften im Internationalen Gewerkschaftsbund (IGB) ihren Forderungen nach menschenwürdiger Arbeit am 07.10.2011 Nachdruck verleihen.


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