Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 39 - 05.05.2022

DGB-Jugend Sachsen: Auch Minderjährige verdienen den Mindestlohn. Jetzt Ausnahme abschaffen!

Die DGB-Jugend Sachsen macht sich in Sachsen für gute Arbeits-, Ausbildungs- und Entlohnungsbedingungen für Auszubildende, Studierende und junge Beschäftigte stark. Wichtige aktuelle Themen sind die Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns und eine umlagefinanzierte Ausbildungsgarantie. Dazu hat sich die DGB-Jugend Sachsen diese Woche zu einem Gespräch mit der SPD-Bundestagsabgeordneten Rasha Nasr getroffen.

„Die Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns auf 12 Euro kommt und das ist ein großer Erfolg, nicht zuletzt der Gewerkschaften. Gerade in Sachsen werden damit viele Beschäftigte mehr Geld in der Tasche haben“, sagt Vincent Drews, Bezirksjugendsekretär der DGB-Jugend Sachsen.

Nun sei es aber an der Zeit, die Ausnahme Minderjähriger vom gesetzlichen Mindestlohn abzuschaffen. „Auch Minderjährige verdienen den Mindestlohn. Es gibt keinen Grund, warum unter 18jährige bei ihren Nebenjobs zum Beispiel in der Gastronomie oder beim Zeitungen verteilen weniger als den Mindestlohn bekommen sollen. Das betrifft immerhin über 10.000 junge Menschen in Deutschland. Auch sie müssen vom Mindestlohn profitieren können“, sagt Drews.

Wenn das Gesetz jetzt einmal geändert werde, wäre dies eine gute Gelegenheit, gleich auch die Ausnahmeregelung für Minderjährige abzuschaffen. „Das haben wir Rasha Nasr deutlich gemacht und wir freuen uns, dass sie uns in diesem Ansinnen unterstützt“, so Drews weiter.

Außerdem habe die DGB-Jugend für eine umlagefinanzierte Ausbildungsplatzgarantie geworben. Dass die Ausbildungsplatzgarantie im Koalitionsvertrag der Ampel-Koalition stehe, sei gut. Dort fehle aber die Umlagefinanzierung. „Wir fordern als DGB-Jugend eine Umlagefinanzierung, bei der alle Unternehmen in einen Fond einzahlen. Die Unternehmen, die tatsächlich ausbilden, bekämen aus diesem Fond finanzielle Unterstützung für die Ausbildung. So würden alle Unternehmen daran beteiligt, die zukünftigen Fachkräfte auszubilden. Die Alternative einer Steuerfinanzierung lehnt die DGB-Jugend ab, denn es ist Aufgabe der Wirtschaft, ihren Bedarf an Fachkräften auszubilden und die Ausbildung zu finanzieren“, kommentiert Drews abschließend.


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