Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 30/15 - 18.12.2015

DGB Sachsen: Der Mindestlohn wirkt!

„Die Einführung des gesetzlichen Mindestlohnes ist für Sachsen ein Riesenerfolg“, sagte Vorsitzende des DGB Sachsen, Iris Kloppich. „Vielen Beschäftigten hat der Mindestlohn ein kräftiges Lohnplus beschert. Wer im Vorfeld Jobverluste, Unternehmenspleiten und explodierende Verbraucherpreise befürchtete, wird nun eines Besseren belehrt.“, sagte Frau Kloppich.

Insbesondere Frauen, Ungelernte und Beschäftigte in Dienstleistungsbranchen profitieren von der gesetzlichen Lohnuntergrenze von 8,50 €. Das ergab eine DGB-Analyse der Zahlen des Statistischen Bundesamts vom 2. Quartal 2015 im Vergleich mit dem Vorjahresquartal (aktuellere sind noch nicht verfügbar).

Bundesweit kam es in diesem Zeitraum zu einem Anstieg der Löhne der Ungelernten in Vollzeit- und Teilzeitstellen um 3,3 Prozent. In dieser Zahl sind MinijobberInnen nicht enthalten.

In Sachsen gab es bei den Löhnen der Ungelernten mit 9,9 % (Frauen und Männer jeweils: 9,9 %) bundesweit den höchsten Sprung nach oben. Nach DGB-Berechnungen hatte vorher fast jeder 4. Beschäftigte in Sachsen Gehälter von deutlich unterhalb 8,50 Euro pro Stunde.

Nach Wirtschaftszweigen betrachtet, ist das Plus der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Sachsen im Gastgewerbe mit 5,1 % besonders stark ausgefallen. (Januar bis September 2015 verglichen mit dem Vorjahreszeitraum). „Gerade im Gastgewerbe ist es nicht zu einem Beschäftigungsabbau gekommen, sondern Mini-Jobs wurden zu sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung umgewandelt“, sagte die DGB-Chefin.

„Wir werden weiterhin darauf achten, dass der Mindestlohn wirklich überall ankommt“, betonte Frau Kloppich. Deshalb seien engmaschige Kontrollen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit unabdingbar. Dies sei auch vor dem Hintergrund der Flüchtlingsbewegungen notwendig. „Flüchtlinge kennen sich mit den hiesigen Gesetzen noch nicht aus. Wenn sie auf den Arbeitsmarkt kommen, benötigen auch sie Schutz vor Lohndumping und Verstößen gegen das Mindestlohngesetz. Ausnahmen für Flüchtlinge beim Mindestlohn darf es nicht geben.“


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