Deutscher Gewerkschaftsbund

08.03.2011

Über 17.000 Lehrerinnen und Lehrer bei Kundgebung in Dresden

Über 17.000 Lehrerinnen und Lehrer haben heute in Dresden vor dem Finanzministerium in einem weiteren Warnstreik für eine bessere und gerechte Bezahlung demonstriert.

Die sächsische GEW-Vorsitzende, Sabine Gerold, nannte es ein Skandal, dass die Lehrerinnen und Lehrer einen guten Job machen und sich die Staatsregierung mit Platz 1. bei der PISA-Studie brüstet, aber anderseits ihnen eine leistungsgerechte Bezahlung verweigert wird. „Das Land Sachsen habe für seine Lehrerinnen und Lehrer nie etwas freiwillig hergegeben. Deshalb sind die Warnstreiks notwendig.“, so Gerold.

Die Tarifgemeinschaft der Länder hat bisher kein Angebot vorgelegt. Finanzminister Unland, der den Freistaat in der Verhandlungskommission vertritt, hat vor den Kundgebungsteilnehmern kein Entgegenkommen signalisiert. Daraufhin haben diese ihm aus Protest den Rücken zugekehrt und danach den Platz in einem Demonstrationszug am Landtag vorbei verlassen.
Morgen soll in Potsdam weiter verhandelt werden.


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