Deutscher Gewerkschaftsbund

02.05.2012
1. Mai in Bautzen

Für gute Arbeit und soziale Sicherheit demonstrieren – gegen rechte Parolen protestieren

„Gute Arbeit für Europa – Gerechte Löhne. Soziale Sicherheit“ und „Kein Platz für Nazis“ waren die Schlagzeilen der 1.Mai Veranstaltung des DGB in Bautzen.

Die DGB-Vorsitzende Iris Kloppich forderte vor mehreren hundert Kundgebungsteilnehmern eine „aktive Politik für gute Löhne und gegen prekäre Beschäftigung. Sachsen darf kein Niedriglohnland mehr sein. In den Tarifrunden kämpfen die Gewerkschaften für gerechte Löhne und gute Arbeit. Durch die Ausweitung von Leiharbeit, Mini- und Midi-Jobs, Werkvertragsarbeitnehmer sowie Praktikas werden immer mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in schlecht bezahlte und unsichere Jobs gedrängt. In der Folge wird die soziale Spaltung in unserem Land immer größer. Ein gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 € pro Stunde muss endlich her.“ Weiterhin forderte die DGB-Chefin sich den rechten, menschenverachtenden Parolen der NPD an diesem Tag in Bautzen entgegenzustellen.

Überschattet war die Kundgebung in Bautzen von einem Aufmarsch der rechtsradikalen NPD. Rund 1.500 Menschen beteiligten sich an dem Aufruf eines breiten Bündnisses, gegen die Neonazis zu protestieren.

Mit einem Bürgerfest „Bautzen liebt Bunt“ setzten die Bürgerinnen und Bürger ein deutliches Zeichen, das Rechte in Bautzen unerwünscht sind. Ein Höhepunkt war der Auftritt der Bautzener Band „Silbermond“. Bis in die Abendstunden wurde friedlich demonstriert und gefeiert.


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