Deutscher Gewerkschaftsbund

30.10.2012

DGB-Kreisverband Vogtland gegründet

Podiumsdiskussionsteilnehmer

Foto: ALI Sachsen e.V.

Der DGB Sachsen hat gestern den achten von dreizehn neuen DGB-Kreis- und Stadtverbänden in Sachsen gegründet. Mit der Gründung des DGB-Kreisverbandes Vogtland macht der DGB einen wichtigen Schritt zur Stärkung der ehrenamtlichen Arbeit vor Ort und setzte zugleich die Vorgaben der DGB-Strukturreform um, welche im Mai 2010 auf dem Bundeskongress des DGB beschlossen wurde. Designierte Vorsitzende ist Konstanze Schumann, Chefin der Arbeitsloseninitiative Sachsen. Der neue DGB-Kreisverband wird den DGB im Vogtlandkreis repräsentieren und Ansprechpartner für gewerkschaftliche Themen und Fragen vor Ort sowie für die Kommunalpolitik und Netzwerkpartner sein. Er wird sich aktiv im Bereich der Kommunalpolitik engagieren und somit für eine aktive Vertretung gewerkschaftlicher Interessen sorgen.

Bis Ende des Jahres wird in allen 10 Landkreisen und 3 kreisfreien Städten in Sachsen ein DGB-Kreis- bzw. Stadtverband gegründet.

Die Vorsitzende der DGB-Region Südwestsachsen, Sabine Zimmermann, begrüßte über 40 Gäste im Tagestreff der Arbeitsloseninitiative Sachsen e.V. in Plauen. Frau Schaarschmidt, Fachbereichsleiterin Soziales der Stadtverwaltung Plauen hielt  im Namen des Oberbürgermeisters ein Grußwort.

Iris Kloppich, Vorsitzende des DGB Sachsen, prangerte in ihrer Rede die Niedriglohnstrategie der schwarz-gelben Staatsregierung und allen voran Staatsminister Morlok von der FDP an. „Immer mehr Menschen müssen in prekärer Beschäftigung wie befristete Arbeitsverträge, Leiharbeit, geringfügige Beschäftigung und zunehmend Werkverträge arbeiten. Während in Sachsen 25% der Beschäftigten im Niedriglohnsektor arbeiten sind es im Vogtland 50%. Viele Vollzeitbeschäftigte sind arm trotz Arbeit, weil das Einkommen nicht ausreicht. Dieser Weg führt direkt in die Altersarmut.“ Sie forderte die Staatsregierung auf, endlich den Weg für einen gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 € pro Stunde frei zu machen. „Ein weiterer Schritt in die richtige Richtung ist der gemeinsame Gesetzesentwurf von DGB, SPD und Die Linke für ein neues Vergabegesetz in Sachsen, welcher derzeit im Landtag behandelt wird. Darin werden für die Vergabe öffentlicher Aufträge u.a. Tarifstandards, ein Mindestlohn von 8,50 € pro Stunde, Regelungen zur Leiharbeit, die Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen sowie ökologische Kriterien eingefordert“, so Kloppich weiter.

Altersarmut war auch ein Thema der sich anschließenden Podiumsdiskussion „Rente mit 67 oder 76“ an der die Bundestagsabgeordneten von B90/Die Grünen, Monika Lazar und Die Linke, Matthias W. Birkwald sowie Sabine Schwarz, Geschäftsführerin der Volkssolidarität Plauen/Oelsnitz e.V. teilnahmen. Die Vertreter von CDU und FDP stellten sich leider nicht der Diskussion und hatten sich entschuldigt.

Einig waren sich alle Anwesenden, sowohl im Podium als auch im Saal, dass das derzeitige Rentenprogramm der Bundesregierung nur ein Rentenkürzungsprogramm darstellt und das Problem der Altersarmut nicht löst. Deshalb wird die Rente mit 67 kategorisch abgelehnt.

Podiumsdiskussionsteilnehmer

Foto: ALI Sachsen e.V.

Blick in den Saal

Foto: ALI Sachsen e.V.

Der neue Vorstand

Der neue Vorstand Foto: ALI Sachsen e.V.


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