Deutscher Gewerkschaftsbund

17.06.2019
Tarife

Mehr Geld für Beschäftigte im Kfz-Handwerk - Angleichungserfolg für Brandenburg

Gutes Tarifergebnis der IG Metall nach insgesamt sieben Verhandlungsrunden: Rund 37.000 Beschäftigte im Kfz-Handwerk in Berlin, Brandenburg und Sachsen bekommen in zwei Stufen mehr Geld: Erst gibt es 2,7 Prozent mehr Geld zum 1. Juli 2019, zum 1. Juli 2020 steigen die Einkommen um weitere 2,6 Prozent an.

Für Mai und Juni 2019 gibt es eine Einmalzahlung in Höhe von 150 Euro. Eine weitere Einmalzahlung von 120 Euro erfolgt im Juli 2020. Auszubildende im Kfz-Handwerk erhalten ab August 2019 50 Euro mehr im Monat. Ein Jahr später, ab August 2020, erhalten sie weitere 50 Euro mehr. Damit gibt es für Azubis rund 15 Prozent Plus - überdurchschnittlich. Außerdem neu: Auszubildende müssen am Tag vor ihrer Prüfung bezahlt freigestellt werden. Die Laufzeit der Tarifverträge endet am 31. Mai 2021 und beträgt damit 25 Monate.

Ein weiterer Erfolg: Die Brandenburger Einkommen werden jetzt endgültig und verbindlich auf das Berliner Niveau angehoben. Schrittweise und spätestens zum 1. Dezember 2025 gibt es eine gemeinsame Entgelt-Tabelle für Berlin-Brandenburg. Der akturelle Unterschied der Tarifeinkommen beträgt 182 Euro und wird bei jeder künftigen Tariferhöhung stufenweise abgebaut: Die Brandenburger bekommen jedes Mal ein Prozent obendrauf.

"Wir haben mit dem Tarifergebnis einen sehr wichtigen Meilenstein für alle Beschäftigten in der Kfz-Branche und im ganzen Handwerk im Osten gesetzt: Künftig verdienen die Brandenburger das gleiche wie die Berliner. Nicht sofort, aber in klaren Schritten bis 2025", sagte Bodo Grzonka, Verhandlungsführer der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen.


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