Deutscher Gewerkschaftsbund

24.11.2011

Mythos oder Realität? Fachkräftemangel in der Lausitz

An der Lausitzkonferenz’2011 der beiden DGB Bezirke Berlin-Brandenburg und Sachsen unter dem Motto „Mythos oder Realität? Fachkräftemangel in der Lausitz“ nahmen am 23.11.2011 in Hoyerswerda rund 80 Personen teil.
Schwerpunkt der Veranstaltung war die Frage, ob es tatsächlich einen Fachkräftemangel in der Lausitz gib und wenn ja in welchen Branchen.


Fazit: Es gibt Bedarfe, aber noch keinen flächendeckenden Mangel. Speziell im Bereich der Pflegewirtschaft zeichnen sich allerdings starke Engpässe ab. Zu diesen Ergebnis kommen sowohl Dr. Wilhelm Adamy (DGB Bundesvorstand, Abteilungsleiter Arbeitsmarktpolitik) als auch Shirin Khabiri-Bohr (Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Bautzen) in ihren Beiträgen.

Hans-Christian Marxen von der Wirtschaftsinitiative Lausitz e.V. stellte die konkreten Maßnahmen und Strategien der Wirtschaft zur Fachkräftesicherung in der Lausitz vor. Dabei stellte er drei Schwerpunkte vor:

- Regionale Wirtschaftskraft- bündeln und vermarkten
- Nachwuchs und Fachkräfte- qualifizieren und sichern
- Forschung und Wirtschaft- vernetzen und ausbauen

Ein großes Problem für die kleinst und kleinen Unternehmen in der Lausitz ist, die aufgrund ihrer Größe nur unzureichend stattfindende Personalplanung und -weiterbildung. Hier wollen Gewerkschaften, Agenturen und Behörden zukünftig gemeinsam an Lösungen arbeiten. Es geht darum zu analysieren, wo es konkreten Fachkräftebedarfe gibt und gerade die KMUs bei der Gewinnung von Fachkräften, beispielsweise durch Projekte und Förderprogramme unterstützt werden können.

Flip-Chart auf der Konferenz: Gute Löhne – Gute Arbeit, modere Führungskultur, Familienfreundlichkeit von Unternehmen, Potenziale Älterer nutzen, Leiharbeit einschränken, gesetzlicher Mindestlohn uvm.

Lösungsansätze wurden nicht nur in den Vorträgen und Podiumsdiskussionen diskutiert, vielmehr war auch das Publikum gefragt, welches sich auch rege beteiligte. Als wesentliche Handlungsbedarfe wurden dabei unter anderem genannt: Gute Löhne – Gute Arbeit, modere Führungskultur, Familienfreundlichkeit von Unternehmen, Potenziale Älterer nutzen, Leiharbeit einschränken, gesetzlicher Mindestlohn uvm.

Darüber hinaus wurde durch André Schnabel auch der aktuelle Ausbildungsreport des DGB Sachsen vorgestellt, in dem die Missstände und Handlungsbedarfe in der Ausbildung aufgezeigt wurden.

 

Bestätigt wurden diese Ergebnisse in der abschließenden Podiumsdiskussion, in der ein Jugendauszubildendenvertreter und ein Ausbilder über den betrieblichen Alltag der Ausbildung berichteten.


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