Deutscher Gewerkschaftsbund

11.03.2013

EGB Aktionstage: Gemeinsam für eine bessere Zukunft

NEIN zum Spardiktat! JA zu Arbeitsplätzen für junge Menschen!

Der Europäische Gewerkschaftsbund schlägt Alarm: Wir müssen alles tun, um das Ausmaß der Arbeitslosigkeit und der Beschäftigungsunsicherheit unter unseren Jugendlichen zu verringern.

5,7 Mio. Jugendliche im Alter von 15-24 Jahren waren im Januar 2013 in der Europäischen Union arbeitslos. Die Jugendarbeitslosenquote lag bei 23,6%. In Griechenland und Spanien liegen die Arbeitslosenquoten von Jugendlichen über 55%. Und viele Jugendliche müssen sich mit prekärer Beschäftigung abfinden.

Die Sparvorgaben der europäischen Regierungen haben ihr Ziel verfehlt. Sie treiben die Wirtschaft in die Rezession und drängen die schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft unter die Armutsgrenze. Das sieht inzwischen nicht nur die Europäische Gewerkschaftsbewegung so. Nur ein Kurswechsel in Politik und Wirtschaftssteuerung kann jetzt das Wachstum und die Beschäftigung ankurbeln. Was die Europäische Union braucht, ist Mut zu politischen Entscheidungen sowie einen Etat zur Förderung des wirtschaftlichen Aufschwungs und für Investitionen in die nachhaltige Schaffung von Arbeitsplätzen.

Die Zeit für einen solchen Kurswechsel drängt. Die Europäische Union kann/darf nicht auf eine starke soziale Dimension verzichten. Vor diesem Hintergrund ruft der Europäische Gewerkschaftsbund im Vorfeld des für den 14. und 15. März 2013 geplanten EUGipfels zu zwei Aktionstagen am 13. und 14. März auf. Im Mittelpunkt dieser Aktionen werden Europas Jugendliche stehen. Sie leiden am schwersten unter der Krise und den Sparmaßnahmen der Euro-Staaten.

Europas Jugendliche sind stärker als andere Altersgruppen von Arbeitslosigkeit betroffen. Im Dezember 2012 hatten in der EU mehr als 5,7 Millionen Menschen unter 25 Jahren keinen Arbeitsplatz. Und viele beschäftigte Jugendliche müssen sich mit „atypischen Arbeitsverträgen“ abfinden. Das bedeutet meist unsichere und schlecht bezahlte Arbeitsverhältnisse mit wenig oder gar keiner Aussicht auf Ausbildung. Jugendliche haben es auch auf dem Wohnungsmarkt schwerer und genießen in vielen Ländern nur eingeschränkt Sozialschutz. Unsere Jugend wird nur dann Zugang zu guten Arbeitsplätzen haben, wenn in ihre Ausbildung investiert wird!

INVESTITIONEN IN DIE JUGEND SICHERN DIE ZUKUNFT

Der Europäische Gewerkschaftsbund schlägt Alarm: Wir müssen alles tun, um das Ausmaß der Arbeitslosigkeit und der Beschäftigungsunsicherheit unter unseren Jugendlichen zu verringern.

  • Untätigkeit kostet letztendlich mehr als Maßnahmen für Ausbildung und Beschäftigungssicherung.
  • Junge Menschen brauchen Sicherheit für ihre Zukunft.
  • Notwendig sind qualitativ gute Arbeitsplätze für junge und ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Das ist wichtig für die Solidarität zwischen den Generationen.
  • Die Sozialpartner müssen ihren Beitrag zu diesem Prozess leisten.

ES GIBT ALTERNATIVEN: EINE DAUERHAFTE INTEGRATION IN DEN ARBEITSMARKT

Verbesserter Zugang zu guter Ausbildung

  • Entwicklung von Präventivmaßnahmen, damit Jugendliche nicht nach der Schule in die Arbeitslosigkeit abrutschen
  • Verpflichtung der Regierungen, eine gute Ausbildung für alle zu garantieren;
  • Bessere Berufsberatung für Jugendliche, um die Berufswahl zu fördern;
  • Sicherstellung von Qualitätsstandards für Praktika und Bildungsangebote in der Europäischen Union.

 Zügige Sicherung von guten Arbeitsplätzen 

  • Gute Arbeitsplätze für die Jugend;
  • Europäische Jugendgarantie: Verpflichtung, allen Jugendlichen innerhalb von vier Monaten eine Ausbildungsmaßnahme oder eine Arbeitsstelle zu garantieren; 
  • Finanzierung dieser Initiativen durch den Europäischen Sozialfonds unter Verzicht auf Kofinanzierung im Falle von Zahlungsschwierigkeiten des jeweiligen Mitgliedsstaates.
     

 

Internationale Jugendkonferenz

Am 18.03.2013 findet in Berlin eine internationale Konferenz der DGB-Jugend statt. DGB-Jugend

Tag der Ansage

Am 16.03. finden in mehreren Städten Aktionen der DGB-Jugend statt. DGB Jugend


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