Deutscher Gewerkschaftsbund

15.10.2020
Stand 01.04.2021, 20:00 Uhr

Wichtige Informationen für Beschäftigte aus Polen, die in Sachsen arbeiten

Hinweis: Diese Informationsseite wird bei Änderungen aktualisiert.

Auf dieser Seite informieren wir über die Einreisebedingungen für Grenzgängerinnen und Grenzgänger, die in Sachsen arbeiten und aus Polen einreisen. Da sich die Regelungen sehr schnell ändern, informieren Sie sich bitte regelmäßig.

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Deutschland hat Polen am 19.03.2021 als Hochinzidenzgebiet eingestuft. Damit ändern sich die Bedingungen für Beschäftigte, die zur Arbeit nach Deutschland einreisen. Die Änderungen gelten ab 20.03.2021, 24:00 Uhr.

Gemäß der Einreiseverordnung des Bundes benötigen Sie schon bei der Einreise einen Test, der nicht älter als 48 Stunden ist. Es gilt der Zeitpunkt des Abstrichs und nicht der Übermittlung des Ergebnisses. In SACHSEN benötigen Sie zwei Tests die Woche und Sie können den Test auch unmittelbar nach Einreise aber vor der Arbeitsaufnahme durchführen lassen.

ACHTUNG: Änderung der Ausnahme von der Quarantänepflicht für Grenzgänger aus Hochinzidenzgebieten (Polen). Sie müssen ab dem 1.4.2021 wöchentlich dreimal getestet werden, um eine Ausnahme von der Quarantänepflicht zu haben.

Wenden Sie sich an Ihren Arbeitgeber, ob er die Tests selber im Betrieb durchführt bzw. eine Testmöglichkeit für Sie organisiert und die Kosten trägt. Ihr Arbeitgeber kann beim Freistaat Sachsen einen Zuschuss in Höhe von 10 Euro je Test beantragen. Leider ist es nicht möglich, dass Sie den Zuschuss selber beantragen.

Es gibt keine Grenzschließung zu Polen und die Ausnahmen von der Quarantänepflicht in Sachsen gelten für Sie weiter. Bitte informieren Sie sich regelmäßig.

Was Sie dabei haben sollten: Arbeitsvertrag, negatives Testergebnis, Digitale Einreiseanmeldung (falls erforderlich).

Beachten Sie bitte die folgenden Informationen zur Einreise aus Hochinzidenzgebieten nach Sachsen. Es gelten die Regelungen der Einreiseverordnung des Bundes in Verbindung mit der Allgemeinverfügungen in Sachsen für die Einreiseanmeldung und Testpflicht sowie die Quarantäneverordnungen von Sachsen. Für bestimmte Personengruppen gibt es Ausnahmen von der Quarantänepflicht (z.B. Grenzgänger).

Bitte lesen Sie auch die Details, die für Sie gelten. Wenn Sie in den letzten 10 Tagen in einem Virusvariantengebiet waren, gelten gesonderte Regelungen und so gut wie keine Ausnahmen von der Quarantänepflicht. Siehe unten.

Die Einreiseverordnung wurde zum 30.03.2021 verändert. Grenzgänger müssen sich einmal wöchentlich digital anmelden. Auch dann, wenn Sie für weniger als 24 Stunden einreisen.

Auf dieser Seite finden Sie umfangreiche Informationen.

 

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Kurzfassung:

Wenn Sie in den letzten 10 Tagen nicht in einem Risikogebiet waren, dürfen Sie ohne Einschränkungen einreisen. Ohne Quarantäne und ohne Vorlage eines negativen COVID-19 Test.

Wenn Sie in den letzten 10 Tagen in einem Risikogebiet waren, besteht in der Regel eine Quarantänepflicht. Ohne Quarantäne dürfen Sie nur dann einreisen, wenn Sie zu einer bestimmten Personengruppe gehören und keine Symptome haben. Grenzgänger sind eine solche Personengruppe. Grenzgänger dürfen nach Sachsen ohne Quarantäne einreisen, wenn sie keine Symptome haben. Dies gilt auch, wenn Sie in einem Risikogebiet wohnen.

Wenn Sie in den letzten 10 Tagen in einem Virusvariantengebiet waren, gelten gesonderte Regelungen und so gut wie keine Ausnahmen von der Quarantänepflicht. Siehe unten.

Achtung: Auch wenn Sie unter eine der Ausnahmen von der Quarantänepflicht fallen, kann für Sie die Pflicht für eine Einreiseanmeldung und die Pflicht zur Vorlage eines COVID-19 Tests gelten.

Die Beschreibung der Personengruppen mit Ausnahmen von der Quarantänepflicht sowie Informationen zur Testpflicht, finden Sie für Sachsen unten auf dieser Seite.

Risikogebiete: Die Risikogebiete, Hochinzidenzgebiete und Virusvariantengebiete finden Sie beim RKI: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html

Wichtige Hinweise: Die Grenzen sind nicht geschlossen. Bitte halten Sie sich an die geltenden Abstandsregeln und die Mundschutzpflicht. Bitte unternehmen Sie nur notwendige Fahrten. Bitte halten Sie sich an die Vorgaben des Arbeits- und Gesundheitsschutzes in den Betrieben.

Information zur Digitalen Einreiseanmeldung in Deutschland:

Wenn Sie sich in den letzten 10 Tagen vor der Einreise nach Deutschland in einem der auf der Webseite des Robert Koch-Instituts unter https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html veröffentlichten Risikogebiete aufgehalten haben, sind Sie verpflichtet, die digitale Einreiseanmeldung vor der Einreise nach Deutschland auszufüllen.

Folgende Personengruppen sind von dieser Pflicht ausgenommen:

  • Personen, die lediglich durch ein Risikogebiet durchgereist sind und dort kein Zwischenaufenthalt hatten,
  • Personen, die nur zur Durchreise in die Bundesrepublik Deutschland einreisen,
  • Personen, die sich im Rahmen des Grenzverkehrs mit Nachbarstaaten weniger als 24 Stunden in einem Risikogebiet aufgehalten haben oder für bis zu 24 Stunden in die Bundesrepublik Deutschland einreisen,
  • Personen, die beruflich bedingt in die Bundesrepublik Deutschland einreisen, um grenzüberschreitend Personen, Waren oder Güter auf der Straße, der Schiene, per Schiff oder per Flugzeug zu transportieren,
  • Grenzgänger müssen sich einmal wöchentlich digital anmelden. Auch dann, wenn Sie für weniger als 24 Stunden einreisen.

Eigentlich soll mit der Einreiseanmeldung die Quarantäne überwacht werden. In den Bundesländern gibt es weitere Ausnahmen von der Quarantänepflicht. Diese gelten weiter!

Aber offensichtlich sollen laut des Bundesministeriums für Gesundheit auch diejenigen eine digitale Einreiseanmeldung vornehmen, die gemäß der Ausnahmen der Bundeländer von der Quarantänepflicht befreit sind.

Fazit: Die Ausnahmen von der Quarantänepflicht der einzelnen Bundesländer gelten weiter! Sie müssen nicht in Quarantäne. Aber um sicher zu gehen, nicht gegen die Anordnung des Bundesministeriums für Gesundheit bei der Einreiseanmeldung zu verstoßen, müssen Sie sich vor Ihrer Einreise digital anmelden, wenn Sie nicht zu den oben genannten Ausnahmen gehören.

ACHTUNG: Bei der Einreise aus Hochinzidenzgebieten muss auch eine Anmeldung erfolgen von Personen, die beruflich bedingt in die Bundesrepublik Deutschland einreisen, um grenzüberschreitend Personen, Waren oder Güter auf der Straße, der Schiene, per Schiff oder per Flugzeug zu transportieren. Die oben genannte Ausnahme gilt in diesem Fall nicht.

Bei der Einreise aus Virusvariantengebieten müssen sich alle Personen anmelden. Die oben genannten Ausnahmen gelten in diesem Fall nicht.

Tipp: Schreiben Sie in irgendein Feld des digitalen Formulars, dass Sie gemäß der Quarantäneverordnung des Bundeslandes unter eine Ausnahme fallen. Zum Beispiel: Ausnahme als Grenzgänger.

Hier finden Sie das FAQ des Bundesgesundheitsministeriums

Deutsch: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus-infos-reisende/merkblatt-dea/faq-dea.html

Polnisch: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/C/Coronavirus/Infoblatt/FAQ_polnisch.pdf

Hier kommen Sie zur digitalen Einreiseanmeldung: https://www.einreiseanmeldung.de

Langfassung: Ausführliche Beschreibung der Regelungen

Für Einreisende in die Bundesrepublik Deutschland, die sich zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb der letzten 10 Tage vor Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten haben, kann gemäß den jeweiligen Quarantäneverordnungen der zuständigen Bundesländer, eine Pflicht zur Absonderung bestehen.

Die konkreten Regelungen sind in den Bundesländern unterschiedlich und in Verordnungen geregelt.

In den Bundesländern gibt es bei der Einreise aus Risikogebieten Ausnahmen von der Quarantänepflicht für bestimmte Personengruppen. Zum Beispiel für Grenzgänger.

Regelungen in Sachsen  seit 01.04.2021:

Gemäß der Sächsischen Corona-Quarantäne-Verordnung sind Personen, die aus dem Ausland in den Freistaat Sachsen einreisen und sich zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb von 10 Tagen vor Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten haben, verpflichtet, sich unverzüglich nach der Einreise auf direktem Weg in ihre Wohnung oder eine andere geeignete Unterkunft zu begeben und sich für einen Zeitraum von 10 Tagen bzw. 14 Tagen bei Einreise aus einem Virusvariantengebiet nach ihrer Einreise ständig dort abzusondern.

Zur Pflicht, bei der Einreise einen Test vorzulegen und eine digitale Einreiseanmeldung vorzunehmen, finden Sie unten weitere Informationen.

Die Quarantäne kann frühestens nach 5 Tagen durch einen negativen COVID-19 Test verkürzt werden. Der Test darf frühestens 5 Tage nach der Einreise durchgeführt werden und muss innerhalb von 10 Tagen nach der Einreise dem Gesundheitsamt vorgelegt werden.  Der Test muss in deutscher, englischer oder französischer Sprache vorgelegt werden. Bei einer Einreise aus Virusvariantengebieten ist eine Verkürzung der Quarantäne nicht möglich.

Wichtig: Bestimmte Personengruppen sind von der Quarantänepflicht ausgenommen! Beachten Sie aber, dass eine Testpflicht bestehen kann. Sehen Sie unten die Informationen zur Testpflicht in Sachsen und gemäß der Einreiseverordnung des Bundes.

Ausgenommen von der Quarantänepflicht sind auch bei Einreise aus einem Virusvariantengebiet

  • Personen, die nur zur Durchreise nach Sachsen einreisen und Sachsen auf dem schnellsten Weg wieder verlassen.
  • Personen, die bei Aufenthalten in Deutschland oder in einem Risikogebiet von weniger als 72 Stunden Dauer und bei Einhaltung angemessener Schutz- und Hygienekonzepte, die beruflich bedingt grenzüberschreitend Personen, Waren, oder Güter auf der Straße, der Schiene, per Schiff oder per Flugzeug transportieren.
  • Beschäftigte in Einrichtungen des Gesundheits- und Pflegewesens unter der Voraussetzung einer täglichen Testung.
  • Beschäftigte in Betrieben der Nutztierhaltung, die zur Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit dieser Betriebe unverzichtbar sind. Voraussetzung ist eine durch den Arbeitgeber anzubietende tägliche Testung.
  • Beschäftigte, deren Tätigkeit für die Aufrechterhaltung betrieblicher Abläufe dringend erforderlich und unabdingbar ist. Voraussetzung ist eine durch den Arbeitgeber anzubietende tägliche Testung. Die Einhaltung der Testpflicht wird vom Arbeitgeber, dem Dienstherrn usw. nachgehalten und auf Verlangen der zuständigen Gesundheitsbehörde nachgewiesen; Die Ausnahme von der Quarantänepflicht gilt nur für Beschäftigte, wenn eine Bescheinigung durch das Landratsamt/die Kreisfreie Stadt/die Schulleitung/die Leitung der Kindertagesstätte/den Dienstherrn vorliegt, dass die Tätigkeit des konkreten Beschäftigten für die Aufrechterhaltung betrieblicher Abläufe dringend erforderlich und unabdingbar ist. Die Bescheinigung ist bei jeder Einreise mitzuführen und auf Verlangen der zuständigen kommunalen Behörde, der von ihr beauftragten Stelle oder der mit der polizeilichen Kontrolle des grenzüberschreitenden Verkehrs beauftragten Behörde vorzulegen.
  • Personen, die einreisen
    • aufgrund des Besuchs von Verwandten ersten Grades, von nicht dem gleichen Hausstand angehörigen Ehegatten oder Lebensgefährten oder aufgrund eines geteilten Sorgerechts oder eines Umgangsrechts. Voraussetzung ist eine tägliche Testung.
    • nach dem 20.03.2021: Schülerinnen und Schüler, die in Sachsen eine Schule besuchen und deren unmittelbare Begleitpersonen. Voraussetzung ist eine tägliche Testung.
    • nach dem 20. März 2021: Kinder zur Betreuung in einer Kindertageseinrichtung in Sachsen und deren unmittelbare Begleitpersonen. Kinder sind von der Testpflicht ausgenommen. Voraussetzung für Begleitpersonen ist eine tägliche Testpflicht.
    • aus dringenden humanitären Gründen einreisen, insbesondere zur zwingenden medizinischen Behandlung. Voraussetzung ist eine tägliche Testung.

Die Gründe nach sind in geeigneter Weise glaubhaft zu machen.

Sofern sie sich nicht in Virusvariantengebieten aufgehalten haben, gilt die Quarantänepflicht unter anderem nicht für

  • Personen, die sich im Rahmen des Grenzverkehrs mit Nachbarstaaten aus triftigem Grund weniger als 12 Stunden in einem Risikogebiet aufgehalten haben oder für bis zu 12 Stunden in das Bundesgebiet einreisen und deren Aufenthalt nicht dem Einkauf, der privaten Teilnahme an einer kulturellen Veranstaltung, einem Sportereignis, einer öffentlichen Festivität oder einer sonstigen Freizeitveranstaltung dient oder gedient hat.
  • Grenzgänger, Studierende und Auszubildende, die ihren Wohnsitz in einem Risikogebiet haben und sich zwingend notwendig zum Zweck ihrer Berufsausübung, ihres Studiums oder ihrer Ausbildung nach Sachsen begeben und regelmäßig, mindestens einmal wöchentlich an ihren Wohnsitz zurückkehren. Gleiches gilt für Personen, die in Sachsen ihren Wohnort haben und sich aus den oben genannten Gründen in ein Risikogebiet begeben.
  • Bei Aufenthalten von weniger als 72 Stunden Personen, die einreisen aufgrund des Besuchs von Verwandten ersten Grades, des nicht dem gleichen Hausstand angehörigen Ehegatten oder Lebensgefährten oder aufgrund eines geteilten Sorgerechts oder eines Umgangsrechts.
  • Besatzungen von Binnenschiffen, sofern Vorkehrungen zur Kontaktvermeidung, insbesondere ein Verzicht auf nicht zwingende Landgänge, ergriffen werden.

Sofern Sie sich nicht in Virusvariantengebieten aufgehalten haben, gilt die Quarantänepflicht nicht für folgende Personen, wenn sie gemäß der Einreiseverordnung über einen negativen COVID-19 Test verfügen:

  • Personen, die keine Grenzgänger sind, und sich für einen begrenzten Zeitraum von 72 Stunden zwingend notwendig zum Zweck ihrer Berufsausübung, ihres Studiums oder ihrer Ausbildung nach Sachsen einreisen, oder sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben.
  • Personen, deren Tätigkeit für die Funktionsfähigkeit des Gesundheitswesens unabdingbar ist. Insbesondere Ärzte, Pflegepersonal, medizinisches Personal und 24-Stunden Betreuungskräfte.
  • Personen, die einreisen aufgrund des Besuchs von Verwandten zweiten Grades, einer dringenden medizinischen Behandlung oder des Beistands oder zur Pflege schutz- oder hilfebedürftiger Personen.

In begründeten Fällen kann das zuständige Gesundheitsamt auf Antrag weitere Ausnahmen bei Vorliegen eines triftigen Grundes gestatten.

ACHTUNG: wenn Sie Symptome haben, gelten diese Ausnahmen nicht. Rufen Sie bei Symptomen die an Ihrem Aufenthaltsort die zuständige Stelle oder Ihren Arzt an. Die Stellen sind in der Verordnung benannt.

Sächsische Corona-Quarantäne-Verordnung

Testpflicht in Sachsen seit dem 18.01.2021 gemäß der Sächsischen Quarantäne-Verordnung

In Sachsen wurde ab dem 18.01.20201 eine Testpflicht für Grenzgängerinnen und Grenzgänger, Studierende und Auszubildende aus Risikogebieten eingeführt. Sie müssen wöchentlich ein negatives Testergebnis vorgelegen. Die Tests können in Testzentren, bei Haus- oder Fachärzten, in einigen Apotheken, in Betrieben etc. durchgeführt werden. Ein Schnelltest ist ausreichend. Tests aus Polen werden anerkannt.

Der Test muss nicht am ersten Tag der Einreise vorgelegt werden. Sie können ihn also auch in Deutschland machen. Fragen Sie Ihren Arbeitgeber, ob er im Betrieb selber Tests durchführt oder ob der die Kosten für den Test übernimmt. Weitere Informationen zu Testmöglichkeiten, Nachweis des Tests etc. finden Sie hier https://www.coronavirus.sachsen.de/informationen-fuer-einreisende-nach-sachsen-7298.html

Ab dem 17.03.2021 wurde eine Testpflicht für Grenzgängerinnen und Grenzgänger, Studierende und Auszubildende aus Hochinzidenzgebieten eingeführt. Sie müssen wöchentlich dreimal getestet werden, um eine Ausnahme von der Quarantänepflicht zu haben. Bitte beachten Sie dazu auch die Regelungen zur Einreise unten.

Hinweis: Wir empfehlen Ihnen, sich in Deutschland testen zu lassen, da Sie bzw. Ihr Arbeitgeber in diesem Fall bei einer positiven Testung und einer sich anschließenden Quarantäne Anspruch auf Erstattung aus dem Infektionsschutzgesetz in Deutschland haben. Voraussetzung ist derzeit, dass die Quarantäne von einem deutschen Gesundheitsamt angewiesen wurde. Bestehen Sie auf eine Quarantäneanordnung des deutschen Gesundheitsamtes. Eine Anordnung des polnischen Gesundheitsamtes oder die Bescheinigung eines polnischen Arztes ist nicht ausreichend. Wenn Sie Symptome haben, gelten Sie als krank. Achten Sie darauf, dass auf der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung Ihres Arztes die Diagnose steht und nicht Quarantäne. Bei Krankheit gelten die Entgeltfortzahlung des Arbeitgebers und anschließend das Krankengeld Ihrer Krankenkasse. Bei Quarantäne sind die Krankenkassen in Deutschland nicht zuständig. Sie erkennen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen mit dem Hinweis Quarantäne nicht an.

Diese Testpflicht bezieht sich lediglich auf die Ausnahme von der Quarantänepflicht in Sachsen. Darüber hinaus besteht eine Testpflicht für die Einreise nach Deutschland und Sachsen, die in der Einreiseverordnung des Bundes sowie der Allgemeinverfügung des Freistaates Sachsen geregelt ist.

Testpflicht gemäß der Einreiseverordnung der Bundesregierung für Risikogebiete, Hochinzidenzgebiete und Virusvarianten-Gebiete

Die Einreiseverordnung der Bundesregierung ist am 14.01.2021 in Kraft getreten. In der Verordnung werden Risikogebiete, Hochinzidenzgebiete und Virusvarianten-Gebiete unterschieden.

Einreisende aus Risikogebieten müssen innerhalb von 48 Stunden nach der Einreise der zuständigen Behörde einen Testnachweis vorlegen. Der zugrundeliegende Abstrich darf höchstens 48 Stunden vor der Einreise vorgenommen worden sein. Der Nachweis muss in deutscher, englischer oder französischer Sprache vorgelegt werden.

Folgende Personengruppen sind von dieser Pflicht ausgenommen:

  • Personen, die lediglich durch ein Risikogebiet durchgereist sind und dort kein Zwischenaufenthalt hatten,
  • Personen, die nur zur Durchreise in die Bundesrepublik Deutschland einreisen,
  • Personen, die sich im Rahmen des Grenzverkehrs mit Nachbarstaaten weniger als 24 Stunden in einem Risikogebiet aufgehalten haben oder für bis zu 24 Stunden in die Bundesrepublik Deutschland einreisen,
  • Personen, die beruflich bedingt in die Bundesrepublik Deutschland einreisen, um grenzüberschreitend Personen, Waren oder Güter auf der Straße, der Schiene, per Schiff oder per Flugzeug zu transportieren.
  • bei Aufenthalten von wenige als 72 Stunden
    • die einreisen aufgrund des Besuchs von Verwandten ersten  Grades, des nicht dem gleichen Hausstand angehörigen Ehegatten, Lebenspartners oder Lebensgefährten oder aufgrund eines geteilten Sorgerechts oder eines Umgangsrechts,
    • Personen, deren Tätigkeit für die Aufrechterhaltung des Gesundheitswesens dringend erforderlich und unabdingbar ist, und dies durch den Dienstherrn, Arbeitgeber oder Auftraggeber bescheinigt wird.
  • Polizeivollzugsbeamte
  • Grenzgänger, die ihren Wohnsitz in einem Risikogebiet haben und sich zwingend notwendig zum Zweck ihrer Berufsausübung, ihres Studiums oder ihrer Ausbildung nach Deutschland begeben und regelmäßig, mindestens einmal wöchentlich an ihren Wohnsitz zurückkehren. Gleiches gilt für Personen, die in Deutschland ihren Wohnort haben und sich aus den oben genannten Gründen in ein Risikogebiet begeben

Bei Einreisen aus Hochinzidenzgebieten und Virusvarianten-Gebiet muss der erforderliche Testnachweis bereits bei der Einreise mitgeführt werden und auf Aufforderung der zuständigen Behörde vorgelegt werden.

Folgende Personengruppen sind bei der Einreise aus Hochinzidenzgebieten von dieser Pflicht ausgenommen:

  • Personen, die lediglich durch ein Hochinzidenzgebiet durchgereist sind und dort kein Zwischenaufenthalt hatten,
  • Personen, die nur zur Durchreise in die Bundesrepublik Deutschland einreisen,
  • bei Aufenthalten von weniger als 72 Stunden und bei Einhaltung angemessener Schutz- und Hygienekonzepte Personen, die beruflich bedingt grenzüberschreitend Personen, Waren oder Güter auf der Straße, der Schiene, per Schiff oder per Flugzeug transportieren.

Für die Einreise aus Virusvarianten-Gebieten gibt es keine Ausnahmen von der Testpflicht.

Kinder unter 6 Jahren sind bei der Einreise aus allen Gebietstypen von der Testpflicht ausgenommen.

Die Ausweisung der Gebiete erfolgt durch das RKI auf der folgenden Seite https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html

Sollten Wojewodschaften oder ganz Polen als Hochinzidenzgebiet eingestuft werden, gelten die bundesweiten Regelungen der Einreiseverordnung in Verbindung mit der Allgemeinverfügung des Freistaates Sachsen zur Testpflicht bei Einreise aus Hochinzidenzgebieten. Eine wöchentliche Testung reicht in diesem Fall also nicht aus. Sollte dieser Fall eintreten, nehmen Sie Kontakt mit Ihrem Arbeitgeber auf, um zu klären, wie zu verfahren ist. !! Deutschland hat Polen am 19.03.2021 als Hochinzidenzgebiet eingestuft. Damit ändern sich die Bedingungen für Beschäftigte, die zur Arbeit nach Deutschland einreisen. Die Änderungen gelten ab 20.03.2021, 24:00 Uhr. !!

Testpflicht in Sachsen: Allgemeinverfügung zur Regelung von Ausnahmen von der Testpflicht bei Einreise aus Hochinzidenzgebieten

In SACHSEN trat am 23.01.2021 eine Allgemeinverfügung in Kraft. Grenzgänger, die aufgrund eines Arbeitsvertrags in Sachsen arbeiten, müssen sich zwei Mal wöchentlich testen lassen. Bei der Einreise muss der Arbeitsvertrag mitgeführt werden. Wenn der Test vor Einreise vorgenommen wird, darf der zugrundeliegende Abstrich höchstens 48 Stunden vor Einreise vorgenommen worden sein. Liegt bei der Einreise kein negativer Test vor, muss unverzüglich nach der Einreise und vor der Arbeitsaufnahme ein Test vorgenommen werden. Wann der zweite Test zu absolvieren ist, ist nicht vorgegeben. Es ist also möglich, den Test direkt nach der Einreise am Arbeitsort in Sachsen zu machen! Nachweise über die Testungen sind mitzuführen, sobald sie vorliegen.

Achtung: Gemäß der Sächsischen Quarantäneverordnung müssen Sie wöchentlich dreimal getestet werden, um eine Ausnahme von der Quarantänepflicht zu haben. (Siehe oben)

Allgemeinverfügung Sachsen: https://www.coronavirus.sachsen.de/download/SMS-Allgemeinverfuegung-Ausnahmeregelung-Testpflicht-Einreise-2021-01-22.pdf

Einreiseverordnung des Bundes: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus-infos-reisende.html#c18588

 

 

ACHTUNG: Für Saisonarbeiter, die für eine mindestens dreiwöchige Arbeitsaufnahme aus einem Risikogebiet einreisen und in Gemeinschaftsunterkünftigen untergebracht sind, gibt es in Deutschland gesonderte Regelungen.

Haftungsausschluss: Diese Veröffentlichung enthält allgemeine Informationen zur Orientierung. Für die Richtigkeit aller Angaben kann keine Gewähr übernommen werden und es können keine Rechtsansprüche abgeleitet werden. Stand: 01.04.2021, 20:00 Uhr.

Redaktion: Anna Bernstorf

Diese Veröffentlichung wurde mit Finanzmitteln des EU-Programms für Beschäftigung und soziale Innovation „EaSI“ (2014-2020) unterstützt. Weitere Informationen finden Sie unter http://ec.europa.eu/social/easi Die in dieser Veröffentlichung enthaltenen Informationen geben nicht notwendigerweise den Standpunkt der Europäischen Kommission wieder.


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