Deutscher Gewerkschaftsbund

15.10.2020
Stand 18.3.2022

Einreise nach Deutschland: Wichtige Informationen für Beschäftigte aus Polen, die in Deutschland arbeiten

Hinweis: Diese Informationsseite wird bei Änderungen aktualisiert.

Auf dieser Seite informieren wir über die Einreisebedingungen für Grenzgängerinnen und Grenzgänger, die in Sachsen arbeiten und aus Polen einreisen. Da sich die Regelungen sehr schnell ändern, informieren Sie sich bitte regelmäßig.


Einreise aus Polen nach Deutschland - aktuelle Hinweise:

Polen gilt in Deutschland ab dem 26.02.2022, 24:00 Uhr (=27.02.2022, 0:00 Uhr) nicht mehr als Hochrisikogebiet. Damit ändern sich die Einreiseregelungen. Es gilt keine Quarantänepflicht mehr und die Einreise muss nicht angemeldet weden. Die Nachweispflicht gilt weiterhin. Für einige Gruppen gibt es aber Ausnahmen. 

Grenzgänger haben eine Ausnahme von der Nachweispflicht. D.h., sie müssen demnach keinen Impf-, Genesenen- oder Testnachweis vorlegen. 

Wichtig: Sie müssen bei Kontrollen nachweisen können, dass Sie Grenzgänger sind und Ihre Tätigkeit für die Aufrechterhaltung betrieblicher Abläufe dringend erforderlich ist. Ein Schreiben Ihres Arbeitgebers reicht dafür aus.

Am 13.05.2021 ist eine aktualisierte Coronavirus-Einreiseverordnung in Kraft getreten. Damit wird für ganz Deutschland einheitlich die Anmelde-, Nachweis- und Absonderungspflicht bei Einreisen nach Deutschland geregelt. Es gibt also bei der Einreise keine unterschiedlichen Regelungen mehr je nach Bundesland. Die Coronavirus-Einreiseverordnung gilt bis zum 28.4.2022.

Achtung:

Bitte beachtet auch die Regelungen in den Bundesländern und Landkreisen.  Diese betreffen nicht die Einreise, sondern alle Personen, die sich in den Bundesländern und Landkreisen aufhalten. Sie gelten also auch für alle Beschäftigten, die dort arbeiten. Bitte informiert euch über die aktuellen Regeln an eurem Arbeitsort. Es gibt je nach Bundesland oder Landkreis unterschiedliche Vorgaben zur Vorlage eines Nachweises über eine Impfung, Genesung oder Testung.

Bis 19.03.2022

3G am Arbeitsplatz in Deutschland: Was Beschäftigte wissen sollten!

In Deutschland wurden am 24.11.2021 neue Regelungen eingeführt. Für Beschäftigte gilt 3G in Arbeitsstätten. Wir beantworten in unserer kurzen Information die wichtigsten Fragen. Hier: https://sachsen.dgb.de/-/bWV

AB 20.03.2022

Neue Regelungen zum Corona-Arbeitsschutz

Am 20.03.2022 treten die 3G-Regelungen am Arbeitsplatz außer Kraft. Demnach gibt es keine grundsätzliche Pflicht mehr, einen Impf-, Genesenen- oder Testnachweis vorzulegen, um die Arbeitsstätte zu betreten.  Außerdem gelten ab dem 20.03.2022 neue Regelungen nach der Corona-Arbeitsschutzverordnung. Der Arbeitgeber ist nicht mehr generell verpflichtet, den Beschäftigten Homeoffice anzubieten oder wöchentlich zwei Schnelltests kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Informationen zum Corona-Arbeitsschutz in Deutschland gibt es hier.


Einreise nach Deutschland

Information zur Anmelde-, Quarantäne- und Nachweispflicht in Deutschland:

Wenn Sie in den letzten 10 Tagen nicht in einem Hochrisikogebiet oder Virusvariantengebiet waren, müssen Sie bei Einreise nach Deutschland über einen Testnachweis, einen Genesenennachweis oder einen Impfnachweis verfügen. Diese Pflicht entfällt, wenn Sie zu einer bestimmten Personengruppe gehören. Grenzgänger sind eine solche Personengruppe. Grenzgänger dürfen nach Deutschland ohne Nachweis einreisen, wenn sie keine Symptome haben. Kinder unter 12 Jahren benötigen ebenfalls keinen Nachweis.

Wenn Sie sich in den letzten 10 Tagen vor der Einreise nach Deutschland in einem Gebiet aufgehalten haben, welches zum Zeitpunkt Ihrer Einreise  auf der Webseite des Robert Koch-Instituts als Hochrisikogebiet oder Virusvariantengebiet  veröffentlicht ist, sind Sie verpflichtet, die digitale Einreiseanmeldung vor der Einreise nach Deutschland auszufüllen und sich in Quarantäne zu begeben.

Die Hochrisikogebiete und Virusvariantengebiete finden Sie beim RKI: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html

Die Anmeldung erfolgt vor der Einreise digital unter https://www.einreiseanmeldung.de

Grenzgänger haben eine Ausnahme von der Anmeldepflicht und der Quarantänepflicht, wenn ihre Tätigkeit für die Aufrechterhaltung betrieblicher Abläufe dringend erforderlich ist. Sie müssen 2-mal die Woche einen Test vorlegen, wenn sie keinen Impfnachweis oder Genesenennachweis haben. Wochenpendler müssen einen Test vorlegen.

Quarantänepflicht: Die Quarantäne muss unverzüglich nach Einreise auf eigene Kosten erfolgen. Bei der Einreise aus Hochrisikogebieten beträgt der Zeitraum 10 Tage. Bei getesteten, genesenen oder geimpften Personen endet die Quarantäne mit der Übermittlung eines Test-, Genesenen- oder Impfnachweises an die Behörde. Der Test darf frühestens 5 Tage nach der Einreise erfolgen. Die Verkürzung der Quarantänezeit ist also durch einen Test erst nach 5 Tagen möglich. Bei Kindern unter 12 Jahren endet die Quarantäne 5 Tage nach der Einreise oder mit Übermittlung des Testnachweises vor dem Ablauf von 5 Tagen. Bei Kindern unter 6 Jahren entfällt die Quarantäne. Bei der Einreise aus Virusvariantengebieten beträgt der Quarantänezeitraum 14 Tage und es ist keine Verkürzung möglich.

Nachweispflicht: Der Test-, Genesenen- oder Impfnachweis muss bei der Einreise vorliegen. Die Nachweise müssen in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache vorliegen. Sie können physisch oder digital vorliegen. Einzelheiten zu den Nachweisen sind im Infektionsschutzgesetz geregelt.

Als Testnachweis gilt ein Nachweis, dass keine Infektion vorliegt. Der Test darf nicht länger als 24 Stunden zurückliegen. Sofern die Testung im Ausland erfolgt ist, darf sie nicht länger als 48 Stunden zurückliegen. Selbsttests werden nicht anerkannt. Die Tests können auch im Rahmen einer betrieblichen Testung durch Personal, das die dafür erforderliche Ausbildung, Kenntnis und Erfahrung besitzt, vorgenommen oder überwacht werden. Bei Einreise aus Virusvariantengebieten ist ein PCR-Test notwendig.

Als Genesenennachweis gilt ein Nachweis zum Vorliegen einer vorherigen Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2, wenn die zugrundeliegende Testung mindestens 28 Tage, höchstens aber 90 Tage zurückliegt.

Als Impfnachweis gilt ein Nachweis, dass Sie vollständig gegen COVID-19 mit einem in der Europäischen Union zugelassenen Impfstoff geimpft sind. Einzelheiten finden Sie im Infektionsschutzgesetz oder hier Aktuelle Informationen für Reisende - Bundesgesundheitsministerium

Diejenigen, die zur Einreiseanmeldung verpflichtet sind, müssen einen Genesenennachweis, Impfnachweis oder Testnachweis durch die Nutzung des Einreiseportals an die zuständige Behörde übermitteln.

Einreise nach Deutschland (NICHT aus  Hochrisikogebiet oder Virusvariantengebiet)

Einreise normales Gebiet

DGB Sachsen

Einreise normales Gebiet Deutschland

DGB Sachsen

TIPP: Wenn es Kontrollen gibt, müsst ihr nachweisen können, dass ihr Grenzgänger seid. Nehmt eine Bescheinigung des Arbeitgebers, die Pendlerkarte oder eine Kopie des Arbeitsvertrags mit.


Wer sich in den letzten 10 Tagen in einem Hochinzidenzgebiet oder Virusvariantengebiet aufgehalten hat und als Grenzgänger zur Arbeit nach Deutschland fahren will, kann nur einreisen, wenn seine Tätigkeit für die Aufrechterhaltung betrieblicher Abläufe dringend erforderlich ist und muss 2-mal die Woche einen Test vorlegen, wenn er keinen Impfnachweis oder Genesenennachweis hat. Wochenpendler benötigen nur einen Test. Diese Nachweise solltet ihr dabei haben, falls es Kontrollen gibt.

Hinweis zu den Tabellen:

Für alle Personen, die zu keiner Gruppe mit einer Ausnahme gehören, gilt eine Quarantänepflicht von 10 Tagen. Mit der Einreichung eines Genesenen- oder Impfnachweises kann die Quarantäne sofort abgekürzt werden. Mit einem Test kann sie jedoch frühestens nach 5 Tagen abgekürzt werden.

Diejenigen, die zur Einreiseanmeldung verpflichtet sind, müssen einen Genesenennachweis, Impfnachweis oder Testnachweis durch die Nutzung des Einreiseportals an die zuständige Behörde übermitteln.

Kinder unter 12 Jahren fallen grundsätzlich auch unter die Pflicht der Quarantäne. Dies ist aber nicht der Fall, wenn ihr Aufenthalt unter die Ausnahmen fällt (z.B. Besuch Verwandtschaft 1. Grades bis zu 72 Stunden).

Kurz gefasst für Grenzgängerinnen und Grenzgänger: Sie haben eine Ausnahme von der Quarantänepflicht und von der Anmeldepflicht. Sie müssen aber für die Einreise ihre vollständige Impfung, ihre Genesung oder zwei negative Tests in der Woche nachweisen. Wenn Sie nicht geimpft oder genesen sind und täglich über die Grenze pendeln, benötigen Sie zwei Tests die Woche. Das Testergebnis muss bei der Einreise noch nicht vorliegen, sondern der Test kann auch im Betrieb durchgeführt werden. Wenn Sie nicht geimpft oder genesen sind und wöchentlich pendeln und damit nur einmal nach Deutschland einreisen, benötigen Sie nur einen Test. Auch dieser kann nach Einreise im Betrieb durchgeführt werden.  

Einreise nach Deutschland nach Aufenthalt in Hochrisikogebiet

Einreise Hochrisikogebiet Beschäftigte

DGB Sachsen

Einreise Hochrisikogebiet Familie

DGB Sachsen

Alle Informationen finden Sie in der Coronavirus-Einreiseverordnung Coronavirus-Einreiseverordnung (CoronaEinreiseV) (bundesgesundheitsministerium.de)

Bitte beachtet in Sachsen die Testpflicht für alle Beschäftigten, die aus dem Urlaub zurückkehren.

Aber bitte achtet bei der Einreise nach Deutschland nach dem Urlaub darauf, dass eure Aufenthalte der letzten 10 Tage gelten.

Zur Erläuterung: ihr müsst die Einstufung aller Länder und Regionen, in denen ihr euch die letzten 10 Tage vor Einreise nach Deutschland aufgehalten habt, beachten. Wer in einem Hochriskogebiet oder Virusvariantengebiet im Urlaub war und nach seiner Rückkehr in Polen als Grenzgänger zur Arbeit nach Deutschland fahren will, kann nur einreisen, wenn seine Tätigkeit für die Aufrechterhaltung betrieblicher Abläufe dringend erforderlich ist und muss 2-mal die Woche einen Test vorlegen, wenn er keinen Impfnachweis oder Genesenennachweis hat. Das gilt für 10 Tage. Zu beachten ist immer, wo ihr euch in den letzten 10 Tagen aufgehalten habt.

 

ACHTUNG: Für Saisonarbeiter, die für eine mindestens dreiwöchige Arbeitsaufnahme aus einem Risikogebiet einreisen und in Gemeinschaftsunterkünftigen untergebracht sind, gibt es in Deutschland gesonderte Regelungen.

Haftungsausschluss: Diese Veröffentlichung enthält allgemeine Informationen zur Orientierung. Für die Richtigkeit aller Angaben kann keine Gewähr übernommen werden und es können keine Rechtsansprüche abgeleitet werden. Stand: 18.3.2022.

Redaktion: Anna Bernstorf

Diese Veröffentlichung wurde mit Finanzmitteln des EU-Programms für Beschäftigung und soziale Innovation „EaSI“ (2014-2020) unterstützt. Weitere Informationen finden Sie unter http://ec.europa.eu/social/easi Die in dieser Veröffentlichung enthaltenen Informationen geben nicht notwendigerweise den Standpunkt der Europäischen Kommission wieder.


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