Deutscher Gewerkschaftsbund

29.04.2011

Arbeit darf nicht krank machen: physischen und psychischen Schäden vorbeugen!

Am gestrigen 28. April, dem Welttag für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz und Internationaler Gedenktag für verunglückte und verstorbene Beschäftigte, fand die inzwischen 4. Fachkonferenz zum Arbeits- und Jugendarbeitsschutz statt, die der DGB-Bezirk Sachsen in Kooperation mit dem DGB-Bezirk Berlin-Brandenburg sowie mit ARBEIT UND LEBEN Sachsen durchführte. Gastgebendes Unternehmen war die EADS EFW - Elbe Flugzeugwerke Dresden.

Nach Begrüßung durch Betriebsrat und Geschäftsführung stellte Prof. Jörg Tannenhauer aus dem Sächs. Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit die Zahlen des Arbeits- und Jugend-arbeitsunfallgeschehens in Sachsen im Jahr 2010 vor. Der positive Trend, diese Zahlen zu senken, der sich vor einigen Jahren abzeichnete, hat sich nach 2009 auch in 2010 leider nicht fortgesetzt. Die häufigsten schweren und tödlichen Arbeitsunfälle ereigneten sich im Baubereich, die häufigste Unfallursache waren Abstürze. Prof. Tannenhauer ging in seinem Vortrag auch auf psychische Erkrankungen am Arbeitsplatz ein und appellierte an den DGB, dies zu einem Schwerpunkt seiner Aktivitäten zum Arbeitsschutz zu machen.

Fortsetzung fand dies in einem Referat der Dresdner SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Marlies Volkmer zum gleichen Thema, in dem sie darstellte, dass nach Auffassung von Experten die psychischen Erkrankungen wie z. B. durch Depressionen, ausgelöst etwa durch das Burn-Out Syndrom, durch Mobbing oder andere durch arbeitsplatzbedingte Einwirkungen bis 2020 die häufigste Krankheitsursache sein werden.

In seinem Schlusswort erklärte der stellv. Vorsitzende des DGB-Bezirkes Berlin – Brandenburg, Christian Hoßbach, dass der Arbeits- und Gesundheitsschutz vor allem in den Betrieben eingehalten wird, die mit den Gewerkschaften zusammenarbeiten und in denen es starke Betriebsräte gibt.

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