Deutscher Gewerkschaftsbund

13.01.2016

Neujahrsempfang 2016

Motto Neujahrsempfang

DGB Sachsen

Iris Kloppich

Iris Kloppich DGB Sachsen

Über 170 Betriebs- und Personalräte sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften nahmen am traditionellen Neujahrsempfang des DGB Sachsen am 12. Januar 2016 im Volkshaus Dresden teil. Die Digitalisierung der Arbeitswelt war das diesjährige Hauptthema. Die zunehmende Digitalisierung der Arbeitswelt stellt die Unternehmen, aber auch die Gewerkschaften vor neue Herausforderungen. Auch der Mindestlohn spielte eine Rolle. Ein Jahr nach Einführung des gesetzlichen Mindestlohnes konnte die sächsische DGB-Vorsitzende Iris Kloppich feststellen, dass keine Arbeitsplätze gefährdet wurden und die herbeiphantasierten Prognosen von Arbeitgebern und einigen Wirtschaftsforschungsinstituten nicht wahr geworden sind. Vielmehr ist die Einführung des gesetzlichen Mindestlohnes ist für Sachsen ein Riesenerfolg. Jedem vierten Beschäftigten hat der Mindestlohn ein kräftiges Lohnplus beschert. Wer im Vorfeld Jobverluste, Unternehmenspleiten und explodierende Verbraucherpreise befürchtete, wird nun eines Besseren belehrt.

Angesichts der aktuellen Flüchtlingspolitik und des dadurch immer mehr zu Tage tretenden Personalmangels im öffentlichen Dienst, insbesondere bei der Polizei, bei der Bildung und den öffentlichen Verwaltungen, kritisierte Iris Kloppich den sächsischen Finanzminister Unland, der an den Personaleinsparungen von weiteren 13.000 Stellen im öffentlichen Dienst in den kommenden Jahren festhalten will. Gleichzeitig appellierte sie an den gesellschaftlichen Zusammenhalt angesichts der zunehmenden Gewalt gegen Flüchtlinge bzw. Asylbewerber.

Der sächsische Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr und stellvertretende Ministerpräsident Martin Dulig betonte lobte ebenfalls die Einführung des Mindestlohnes, der für viele Menschen endlich eine unterste Haltelinie beim Lohn gebracht habe. „Aber es geht doch nicht um Mindestlohn sondern um Tariflohn“, sagte Dulig. Er bekräftigte den Willen, das Thema Gute Arbeit weiter voranzutreiben. „Sachsen hat hier Nachholebedarf!“, so der Arbeitsminister.

Der Landessprecher Sachsen des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. – Bitkom, Dirk Röhrborn, mahnte bei der Digitalisierung der Wirtschaft ein Miteinander von Arbeitgebern und Arbeitnehmern an. „Digitalisierung lässt sich nicht aufhalten. Wir müssen sie gemeinsam gestalten.“ Dabei kommt Betriebsräten eine wichtige Rolle zu. Mit „quer gedachten Ideen von Betriebsräten“ konnte so manches Digitalisierungsprojekt ins Laufen kommen.


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