Deutscher Gewerkschaftsbund

28.01.2013

EGB: Gewerkschaften seit 40 Jahren mit einer gemeinsamen Stimme in Europa

 

Heute begehen die Gewerkschaften in Europa das vierzigjährige Bestehen des Europäischen Gewerkschaftsbundes (EGB). Bei der Konferenz in Madrid wird aber nicht die Vergangenheit, sondern die Zukunft Europas im Mittelpunkt stehen. Die Entwicklung eines sozialeren und nachhaltigen Europas wird u.a. mit Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments, und Lazlo Andor, EU-Kommissar für Beschäftigung und Soziales, diskutiert.

Dem 1973 gegründeten Europäischen Gewerkschaftsbund gehören 85 Gewerkschaftsdachverbände aus 36 Staaten Europas an. In Deutschland gehören der DGB und die im DGB vereinten Branchengewerkschaften dem Europäischen Gewerkschaftsbund an. Der EGB vertritt 60 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und ist damit die größte politische Organisation Europas.

„Der Europäische Gewerkschaftsbund ist die gemeinsame Stimme der Gewerkschaften in Europa. Gerade in schwierigen Zeiten ist er ein Garant dafür, dass sich Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Europäischen Union nicht gegeneinander ausspielen lassen. Der EGB ist gelebte Solidarität“, so der stellvertretende Vorsitzende des DGB Sachsen Markus Schlimbach.

Bereits 20 Jahre nach der Gründung des EGB haben die Gewerkschaften im Dreiländereck Deutschland-Polen-Tschechien den Interregionalen Gewerkschaftsrat Elbe-Neiße gegründet. „Wir sind Teil des Europäischen Gewerkschaftsbundes und arbeiten vor Ort seit 20 Jahren mit unseren Partnern NSZZ „Solidarność“ und ČMKOS für die ausgewogene Integration des Grenzraums zusammen. Dazu gehört auch, gemeinsam gegen die Verletzung von Arbeitnehmerrechten und Dumping vorzugehen“, so Markus Schlimbach, der amtierende Präsident des IGR Elbe-Neiße.

Die Gewerkschaften in Europa und in den Grenzräumen setzen sich gemeinsam für ein sozialeres Europa und gegen die einseitige Kürzungspolitik der Mitgliedsländer ein. „Es kann nicht sein, dass unter dem Deckmantel der Haushaltskonsolidierung Arbeitnehmer- und Gewerkschaftsrechte außer Kraft gesetzt werden. Mit der Kürzung von Mindestlöhnen, Renten und sozialen Leistungen wird den Menschen insbesondere in den südlichen Ländern die Lebensgrundlage entzogen“, so Schlimbach weiter.

Weitere Informationen zum Europäischen Gewerkschaftsbund

Weitere Informationen zum Interregionalen Gewerkschaftsrat Elbe-Neiße


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