Deutscher Gewerkschaftsbund

13.11.2012

DGB-Kreisverbände in Mittelsachsen und Nordsachsen gegründet

Blick auf die Versammlung

DGB Leipzig-Nordsachsen

Von dreizehn neuen DGB-Kreis- und Stadtverbänden in Sachsen wurden gestern mit den DGB-Kreisverbänden in Nordsachsen und Mittelsachsen bereits 10 gegründet.

Damit macht der DGB einen weiteren wichtigen Schritt zur Stärkung der ehrenamtlichen Arbeit vor Ort und setzte zugleich die Vorgaben der DGB-Strukturreform um, welche im Mai 2010 auf dem Bundeskongress des DGB beschlossen wurde.

Bis Ende diesen Jahres folgen noch die Gründungen der DGB-Stadtverbände in Chemnitz und Leipzig sowie des Kreisverbandes Leipzig-Land.

Zum Vorsitzenden des DGB-Kreisverbandes Nordsachsen wurde Hansjörg Kretzschmar sowie Lutz Richter für den DGB-Kreisverband Mittelsachsen gewählt.

Die Vorsitzende des DGB Sachsen Iris Kloppich kritisierte auf der Gründungskonferenz des Kreisverbandes Nordsachsen in Eilenburg die Niedriglohn- sowie die Bildungspolitik der schwarz-gelben Staatsregierung. „Mit der Werbung für einen Niedriglohnstandort Sachsen werde man die vor uns stehenden Probleme der Demographieentwicklung und des Fachkräftemangels nicht lösen. Die Gewerkschaften haben gemeinsam mit der SPD und DieLinke einen Gesetzentwurf für ein neues modernes Vergabegesetz in Sachsen vorgelegt, welcher einen Mindestlohn von 8,50 € pro Stunde, soziale und ökologische Kriterien sowie Tarifstandards umfasst. Wir werden mit unserer Kampagne „BILLIG KOMMT TEURER“ das Gesetzgebungsverfahren weiterhin aufmerksam begleiten.

Die Bundestagswahlen im kommenden Jahr werden für die Gewerkschaften der Gradmesser für eine Neuordnung der Arbeit gegen die zunehmende prekäre Beschäftigung und eine Verteilungsgerechtigkeit nach der Finanzkrise in diesem Lande sein“, so Kloppich weiter.

Auf der Gründungskonferenz des DGB-Kreisverbandes Mittelsachsen parallel in Oederan verwies der stellvertretende Vorsitzende des DGB Sachsen Markus Schlimbach auf den europäischen Aktionstag am 14.11.2012. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Europa haben die Finanzkrise nicht verursacht. Finanzkapitalisten und Spekulanten haben Europa in die Krise gestürzt. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen die Suppe auslöffeln, während die Verursacher weiter im Casino spielen dürfen. Das Beispiel Griechenland zeigt, dass die rigorose Sparpolitik in eine Sackgasse führt. Wir brauchen ein soziales und solidarisches Europa.


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