Deutscher Gewerkschaftsbund

12.06.2019
Landtagswahl Sachsen 2019

DGB Sachsen findet Wahlprogramm der Grünen gut

DGB Sachsen und grüne Spitzenkandidaten

DGB und Grüne trafen sich zu Gesprächen DGB

Es gibt viel Übereinstimmung in den Zielen und Haltungen der Grünen mit den Positionen der DGB-Gewerkschaften. Das stellten DGB-Vorstandsmitglieder am Mittwoch in Dresden bei einem Gespräch mit Wolfram Günther und Katja Meier fest. Die beiden gehören zur Fraktion von Bündnis 90/DIE GRÜNEN und sind Spitzenkandidaten ihrer Partei für den Sächsischen Landtag.

Es geht bei der Landtagswahl um mehr als um Fragen der Arbeitswelt, aber die Probleme der Arbeitswelt wirken stark in die Gesellschaft hinein, argumentierte DGB-Chef Markus Schlimbach. Es gelte, Unzufriedenheiten und das allgemeine gesellschaftliche Klima von der Wurzel her anzugehen. "Die geringe Tarifbindung in Sachsen ist ein großes Problem. Tarifverträge für eine verlässliche Bezahlung, gute Regelungen zu Urlaub, Arbeitszeit, Weihnachtsgeld und mehr können die Einkommens- und Arbeitsbedingungen vieler Menschen deutlich verbessern, und Aufgabe der Politiker und Politikerinnen ist es, in Sachsen dafür eine neue gesellschaftliche Aufgeschlossenheit herzustellen." Mit Verhandlungen über Tarifforderungen der Beschäftigten und  mehr Mitbestimmungsmöglichkeiten in den Betrieben und Einrichtungen werde zugleich "mehr konkrete Demokratie etabliert - und zwar dort, wo die Menschen Tag für Tag hingehen: am Arbeitsplatz", sagte Schlimbach.

Eine weitere gemeinsame Schnittmenge sieht der DGB-Chef in der Frage ökologisch nachhaltigen Wirtschaftens. Hier ergeben sich große Chancen bei einem Neustart der Braunkohlereviere als Wirtschaftsraum. Die Grünen stehen fest zum gefundenen Kompromiss, sagten Günther und Meier. "Die Schaffung neuer Arbeitsplätze wird nicht über Nacht kommen, es wird einen Übergangsprozess geben, in dem viel Geld investiert wird, und das ist gut für die Menschen, die sich dann auf Veränderungen einstellen können", sagte Wolfram Günther. Katja Meier brachte weitere gemeinsame Ziele ins Gespräch: Das vom DGB geforderte Bildungsfreistellungsgesetz sei für Sachsen nunmehr überfällig, ebenso wie das Gleichstellungsgesetz. In der neuen Legislaturperiode gehe es darum, die Verkehrsanbindung der Kommunen zu den großen Städten und untereinander radikal zu verbessern, besonders müsse der ÖPNV bessere Angebote entwickeln. 

 


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