Als Gewerkschaften kämpfen wir für gleichwertige Lebens- und Arbeitsbedingungen in ganz Deutschland. In den vergangenen 35 Jahren sind zwar Fortschritte erzielt worden. Doch der Aufholprozess ist noch nicht abgeschlossen: Wirtschaftskraft, Einkommen und Beschäftigung und Qualität der Arbeit liegen in Ostdeutschland weiterhin unter dem westdeutschen Niveau. Ostdeutschland weist im bundesweiten Vergleich immer noch unterdurchschnittliche Werte bei Tarifbindung und Mitbestimmung auf. Die Region wird oft als „verlängerte Werkbank“ wahrgenommen, da Entscheidungszentralen außerhalb liegen und es vergleichsweise wenig Großunternehmen gibt. Forschung, Entwicklung und Export sind zudem weniger ausgeprägt. Dazu kommen noch immer große Unterschiede bei der Vermögensverteilung zwischen Ost und West.
Die Delegierten des Ordentlichen Bundeskongresses des DGB haben einstimmig den gemeinsamen Antrag von DGB Sachsen, DGB Nord, DGB Hessen-Thüringen, DGB Berlin-Brandenburg und DGB Niedersachsen - Bremen - Sachsen- Anhalt beschlossen!
Gute Strukturpolitik muss proaktiv gestalten, statt nur auf Krisen zu reagieren!
Wir fordern eine starke ostdeutsche Strukturpolitik, die regionale Strukturförderung gezielt nutzt, um Wertschöpfung, Beschäftigung und öffentliche Daseinsvorsorge nachhaltig zu sichern.
Für eine kraftvolle Strukturpolitik in Ostdeutschland!
- „Gute Arbeit“ als Voraussetzung für Förderung und Aufträge mit öffentlichen Geldern
- Sicherung der regionalen EU-Strukturförderung für Ostdeutschland
- Ostdeutsche Spezifika gezielt bearbeiten. Und daraus für alle lernen.
- Stärkung gewerkschaftlicher Beratungs- und Bildungseinrichtungen
Gleichwertig, gerecht, gestärkt!
Download des Beschlusses:
Gleichwertig, gerecht, gestärkt -Für eine kraftvolle Strukturpolitik in Ostdeutschland!