Deutscher Gewerkschaftsbund

#aktuell

aktuell 3/2022: Betriebsratswahl 2022 – Gute Arbeit ist wählbar!

Vom 1. März bis zum 31. Mai 2022 finden in ganz Deutschland Betriebsratswahlen statt. In zehntausenden Betrieben wählen die Beschäftigten ihre Vertreterinnen und Vertreter in den Betriebsrat. Der Betriebsrat vertritt die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gegenüber Arbeitgebern – und sorgt für Mitbestimmung und Demokratie im Betrieb. Die Betriebsratswahlen finden mindestens alle vier Jahre statt.

Wir rufen die Beschäftigten auf, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen.
Bestimmt mit und wählt die Kandidatinnen und Kandidaten, die sich für eure Interessen einsetzen.

 

Wir brauchen in Sachsen engagierte Betriebsräte, die auf Augenhöhe mit den Arbeitgebern die konkreten Arbeitsbedingungen im Betrieb verhandeln und die Zukunft aktiv mitgestalten. Gemeinsam mit den Gewerkschaften setzen sich die Betriebsräte für bessere und zukunftsfähige Arbeitsplätze in Sachsen ein!

Gute und sichere Arbeitsplätze sind wählbar!

Betriebsräte sorgen für mehr Demokratie in den Betrieben und sind Garanten für gute und sichere Arbeitsbedingungen. Auch während der Corona-Pandemie haben die Betriebsräte gezeigt, dass sie mit betrieblichen Vereinbarungen zum mobilen Arbeiten, zur Kurzarbeit oder zur Verbesserung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes wesentliche Vorteile für die Beschäftigen erreichen.

Gute und zukunftsfähige Arbeitsplätze sind wählbar!

Betriebsräte sind Kompetenzträger und Innovationsmotoren in den Betrieben. Sie kämpfen für gute Arbeitsplätze für die Beschäftigten und zugleich um die Zukunftsfähigkeit der Betriebe. Die Zukunftsthemen in Sachsen wie der Strukturwandel, die Digitalisierung und der Klimaschutz sind nur gemeinsam mit den Beschäftigten und nicht gegen sie zu gestalten. 

Betriebsrat wirkt!

Wie Untersuchungen des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts zeigen, tragen Betriebsräte zu mehr Produktivität, höheren Löhnen und steigenden Renditen bei. Zugleich gibt es positive Auswirkungen von Betriebsräten auf die Jobsicherheit, Familienfreundlichkeit sowie die Weiterbildung und Ausbildung.

Gerade in Sachsen sind die Betriebsräte in den letzten Jahren selbstbewusster geworden und kämpfen mit den Beschäftigten und Gewerkschaften für die Verbesserung der Arbeits- und Entlohnungsbedingungen und Angleichung der Ost an West. Beispiele sind die Einführung der 35-Stunden Woche im Automobilsektor und die zahlreichen Auseinandersetzungen in der Ernährungswirtschaft.

Demokratie darf nicht am Werkstor enden!

Betriebsräte sind gelebte Demokratie im Betrieb. Wir fordern die Arbeitgeber auf, jede Form der Behinderung bei der Gründung, Wahl oder Tätigkeit der Betriebsräte zu unterlassen! Es handelt sich um eine Straftat!  

Wählen gehen für gute, sichere und zukunftsfähige Arbeit in Sachsen!

Unser Wahlaufruf zum Download:

 

Aufruf des Sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer zur Teilnahme an der Betriebsratswahl 2022

Aufruf des Sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer zur Teilnahme an der Betriebsratswahl 2022

 

Aufruf des Sächsischen Wirtschafts- und Arbeitsministers Martin Dulig zur Teilnahme an der Betriebsratswahl 2022

Aufruf des Sächsischen Wirtschafts- und Arbeitsministers Martin Dulig zur Teilnahme an der Betriebsratswahl 2022

19.01.2022

Betriebsratswahl 2022: Betriebsräte – Wichtige Akteure in Deutschland!

Betriebsratswahl

DGB

Vom 1. März bis zum 31. Mai 2022 finden in Deutschland Betriebsratswahlen statt. In zehntausenden Betrieben wählen die Beschäftigten ihre Vertreterinnen und Vertreter in den Betriebsrat. Der Betriebsrat vertritt die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gegenüber Arbeitgebern – und sorgt für Mitbestimmung und Demokratie im Betrieb. Betriebsräte werden mindestens alle vier Jahre neu gewählt. 

Auf dieser Seite informieren wir kurz und konkret über die wichtige Rolle von Betriebräten und aktuelle Themen. Für polnische und tschechische Beschäftigte findet ihr das FAQ auf dieser Seite zur Betriebsratswahl auch auf Polnisch und Tschechisch: https://sachsen.dgb.de/betriebsratswahl

Weitere ausführliche Informationen findet ihr auf der Seite des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) https://www.dgb.de/betriebsratswahl und auf den Seiten eurer Gewerkschaft.


 

Bei betrieblichen Problemen sind die Betriebsräte die wichtigsten Ansprechpartner. Der Betriebsrat ist die gesetzliche Interessenvertretung im Betrieb. Er arbeitet in der Regel eng mit der Gewerkschaft zusammen und wird von dieser unterstützt. Weiter gibt es in einigen Betrieben gewerkschaftliche Vertrauensleute, die Ansprechpartner für die Gewerkschaftsmitglieder im Betrieb sind.

Wichtig: Anspruch auf Rechtsschutz bei Konflikten besteht nur bei Mitgliedschaft in der Gewerkschaft. 

  • Was sind die Aufgaben des Betriebsrats?

    Der Betriebsrat vertritt die betrieblichen Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Er überwacht, dass die geltenden Gesetze, Verordnungen und Unfallverhütungsvorschriften, Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen vom Arbeitgeber eingehalten werden.

    Der Betriebsrat

    • muss Neueinstellungen zustimmen
    • sorgt für eine gerechte Eingruppierung
    • bestimmt mit über Arbeitsbedingungen: über Arbeitsbeginn und -ende, Pausenzeiten, Überstunden, Bereitschaftsdienst, Teilzeit, Gleitzeit usw.
    • ist vor jeder Kündigung anzuhören
    • setzt sich für die Rechte der Auszubildenden ein
    • sorgt für den Arbeits- und Gesundheitsschutz

    Der Betriebsrat setzt sich für die Gleichbehandlung aller Beschäftigten und die Integration ausländischer Beschäftigter ein. Nationalität, Religion etc. dürfen keine Rolle spielen. Es gehört auch zu seinen Aufgaben, Maßnahmen zur Bekämpfung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit im Betrieb zu beantragen

    Soziale Angelegenheiten
    Der Betriebsrat hat ein Recht auf Mitbestimmung bei allen Fragen der Arbeitszeitgestaltung und der Entlohnungsgrundsätze. Gesetzliche oder tarifliche Regelungen müssen eingehalten werden.
    • Lage und Verteilung der Arbeitszeit
    • Gleitzeit, Arbeitszeitkonten, Schichtarbeit
    • Urlaub
    • Auszahlung der Entgelte
    • Betriebliche Lohngestaltung
    • Festsetzung von Akkord, Prämien und leistungsbezogenen Entgelten
    Personelle Angelegenheiten und Berufsbildung
    Der Betriebsrat hat Mitbestimmungsrechte bei der Personalpolitik. Er muss vor jeder Einstellung, Ein- / Umgruppierung, Versetzung, Kündigung angehört werden.
    • Einstellungen, Versetzungen
    • Beurteilungen
    • Kündigungen
    • Personalplanung
    • Berufsbildung
    • Berufliche Weiterbildung
    • Beschäftigungssicherung
    Gesundheitsschutz und Arbeitsplatzgestaltung
    Schutz und Prävention im Interesse der Beschäftigten. Ziel ist es, den gesetzlichen Arbeitsschutz im Betrieb effektiv umzusetzen.
    • Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten verhüten
    • Gesundheitsgefahren verhüten
    • allgemeine Aufgaben im Umwelt- und Arbeitsschutz
    • Arbeit humanisieren
    • Arbeitsabläufe und Arbeitsumgebung gestalten
    Wirtschaftliche Angelegenheiten
    Der Betriebsrat muss über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens, über wichtige Planungen und deren Auswirkungen auf die Beschäftigten informiert werden und bestimmt mit.
    • Betriebsänderung
    • Interessenausgleich
    • Sozialplan
    • Wirtschaftsausschuss in Unternehmen mit in der Regel mehr als 100 Beschäftigten
  • Gibt es in jedem Betrieb einen Betriebsrat?

    Leider nein. Grundsätzlich haben die Beschäftigten in jedem Betrieb ab 5 wahlberechtigten Arbeitnehmern das Recht, einen Betriebsrat zu gründen. Betriebsräte gibt es aber nur da, wo sich genügend engagierte Beschäftigte finden, die bereit sind, einen Betriebsrat zu gründen.

  • Wer zählt als wahlberechtigter Arbeitnehmer?

    Wählen dürfen alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer des Betriebes, die das 16. Lebensjahr vollendet haben. Leiharbeitnehmer sind ab dem ersten Einsatztag in dem Betrieb, in dem sie tätig sind, wahlberechtigt, wenn sie länger als drei Monate eingesetzt sein sollen. Die Staatsbürgerschaft und der Wohnort spielen keine Rolle.

  • Kann ich als Grenzgänger aus Polen oder Tschechien im Betriebsrat aktiv werden?

    Na klar! Jeder Beschäftigte, der 18 Jahre alt ist und dem Betrieb, dem Unternehmen oder dem Konzern seit mindestens sechs Monaten angehört, kann sich zur Wahl stellen. Wenn der Betrieb noch keine sechs Monate existiert, wird eine Ausnahme gemacht. Die Staatsbürgerschaft und der Wohnort spielen keine Rolle.

    Wenn du als Leiharbeiter im Betrieb eingesetzt bist, kannst du nicht für den Betriebsrat kandidieren. Dafür kannst du aber in deinem Leiharbeitsunternehmen, das dich in den Betrieb entliehen hat, kandidieren.

  • Kann mich mein Arbeitgeber kündigen, wenn ich Mitglied im Betriebsrat bin und ihm das nicht gefällt?

    Nein! Ganz im Gegenteil! Mitglieder des Betriebsrates haben einen besonderen Kündigungsschutz. Auch wenn es dem Arbeitgeber nicht passt, dass ein Betriebsrat gewählt wurde, kann er dich nicht einfach kündigen. Ordentliche Kündigungen von Betriebsratsmitgliedern sind nach § 15 Kündigungsschutzgesetz verboten. Der Kündigungsschutz gilt ab dem Zeitpunkt der Aufstellung des Wahlvorschlags bis zum Ablauf eines Jahres nach Beendigung der Mitgliedschaft im Betriebsrat.

  • Wie viele Mitglieder hat ein Betriebsrat?

    Das hängt von der Zahl der Beschäftigten ab. In Betrieben von 5 bis 20 wahlberechtigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern besteht der Betriebsrat aus einer Person, bei 21 bis 50 aus drei Mitgliedern, bei 51 bis 100 aus fünf Mitgliedern, bei 101 bis 200 aus sieben Mitgliedern, bei 201 bis 400 aus 9 Personen etc. Die Staffelung ist im Betriebsverfassungsgesetz nachzulesen. In einem Betrieb ab 200 Arbeitnehmern wird ein Betriebsratsmitglied freigestellt.

    https://dejure.org/gesetze/BetrVG/9.html

  • Was sind Jugend- und Auszubildendenvertretungen (JAV)?

    Die JAV vertreten die Interessen von jugendlichen Beschäftigten (bis 18 Jahren) und Auszubildenden (bis 25 Jahre). Wie die Betriebsräte kümmern sie sich um die Einhaltung geltender Gesetze, Verordnungen, Unfallverhütungsvorschriften, Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen. Schwerpunkte sind Fragen der Berufsbildung und der Übernahme der Auszubildenden in ein Arbeitsverhältnis. Gewählt werden sie in Betrieben mit mindestens 5 Arbeitnehmern, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben oder die zu ihrer Berufsausbildung beschäftigt sind und das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

  • Was sind Vertrauensleute im Betrieb?

    Vertrauensleute haben eine andere Aufgabe als der Betriebsrat. Der Betriebsrat ist die gesetzliche Interessenvertretung aller Beschäftigten im Betrieb. Gewerkschaftliche Vertrauensleuten sind die Interessenvertreter und Sprecher der Gewerkschaftsmitglieder im Betrieb, von denen sie gewählt werden.

  • Wer unterstützt uns bei der Wahl eines Betriebsrates?

    Ein Betriebsrat wird nicht einfach gegründet, sondern er wird von den Beschäftigten demokratisch gewählt. Er ist gesetzlich durch das Betriebsverfassungsgesetz geschützt. Es sind einige rechtliche Vorgaben und Wahlverfahren einzuhalten. Daher solltet ihr euch Unterstützung holen.

    Die für euren Betrieb zuständige Gewerkschaft unterstützt euch sowohl bei der Wahl des Betriebsrats als auch bei der anschließenden Arbeit. Die Fachleute der Gewerkschaften kennen die rechtlichen Grundlagen, die bürokratischen Klippen und wissen auch, was zu tun ist, wenn der Arbeitgeber versucht, eine Wahl zu verhindern.

    https://www.dgb.de/betriebsratswahl/zustaendige-gewerkschaft-betriebsratswahl

    Wenn ihr nicht wisst, welche Gewerkschaft für euren Betrieb zuständig ist, wendet euch an die Gewerkschaft, in der ihr Mitglied seid, oder an das örtliche Büro des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). Dort erfahrt ihr euren Ansprechpartner.

     

Alle Fragen und Antworten auf einem Flugblatt zum Download:


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19.01.2022
Informace pro zaměstnance z České republiky

Volby rad zaměstnanců 2022. Rady zaměstnanců – důležití aktéři v Německu!

Od 1. března do 31. května 2022 v Německu proběhnou volby rad zaměstnanců. V desetitisících podniků si zaměstnanci zvolí své zástupkyně a zástupce v radách zaměstnanců. Rada zaměstnanců je orgánem zastupujícím zájmy zaměstnankyň a zaměstnanců vůči zaměstnavateli a zajišťuje tak spolurozhodování a demokracii na pracovišti. Volby rad zaměstnanců se konají nejméně jednou za čtyři roky.

Vyzýváme zaměstnance, aby využili svého práva volit a spolurozhodovat. Volte kandidátky a kandidáty, kteří se budou zasazovat za Vaše zájmy.

V Německu na rozdíl od Česka v podnicích nepůsobí odborové organizace. Při problémech na pracovišti jsou nejdůležitějšími kontaktními subjekty rady zaměstnanců. Rada zaměstnanců je zákonným zastoupením zájmů zaměstnanců na pracovišti. Zpravidla úzce spolupracuje s příslušným odborovým svazem, který ji také podporuje. Mimoto v některých podnicích existují tzv. odboroví důvěrníci, na něž se mohou obracet členové odborů pracující v daném podniku.

Důležité upozornění: V případě sporů mají nárok na právní ochranu pouze členové odborů.

  • Jaké jsou úkoly rady zaměstnanců?

    Rada zaměstnanců zastupuje zájmy zaměstnanců na podnikové úrovni. Dohlíží nad tím, aby zaměstnavatel dodržoval platné zákony, vyhlášky, nařízení a předpi­sy BOZP či kolektivní smlouvy a podnikové dohody.

    Rada zaměstnanců

    • musí dát souhlas s přijetím nových zaměstnanců,
    • stará se o spravedlivé zařazení zaměstnanců do mzdových tříd,
    • spolurozhoduje o pracovních podmínkách: začátku a konci pracovní doby, přestávkách, přesčasech, pracovní pohotovosti, práci na zkrácený/částečný úvazek, pružné/klouzavé pracovní době atd.,
    • projednává se zaměstnavatelem každou výpověď,
    • zasazuje se za práva učňů,
    • dbá o bezpečnost a ochranu zdraví při práci.

    Rada zaměstnanců se zasazuje za rovné zacházení se všemi zaměstnaci a za integraci zahraničních zaměstnanců. Národnost, náboženství apod. nesmějí hrát žádnou roli. K jejím úkolům patří také navrhovat opatření na boj proti rasismu a xenofobii v podniku.

    Sociální záležitosti
    Rada zaměstnanců má právo na spolurozhodování ve všech otázkách úpravy pracovní doby a základních principů odměňování. Přitom musí být dodrženy zákonné předpisy a ustanovení platných kolektivních smluv.
    • umístění pracovní doby a její rozvržení
    • klouzavá pracovní doba, konta pracovní doby, práce na směny
    • dovolená
    • vyplácení mezd/výdělků
    • podniková úprava odměňování
    • stanovení akordů, prémií a vý­konnostních složek mzdy
    Personální záležitosti a odborné vzdělávání
    Rada zaměstnanců má právo spolurozhodovat v otázkách personální politiky. Musí s ní být projednáno přijetí nových zaměstnanců, zařazení do mzdových tříd i přeřazení do jiných tříd, převedení na jinou práci a výpovědi.
    • zajištění pracovních míst 
    • přijímání nových zaměstnanců či jejich převedení na jinou práci
    • pracovní posudky
    • výpovědi
    • personální plánování
    • odborné vzdělávání a příprava
    • další odborné vzdělávání
    BOZP a návrh pracovišť
    Ochrana a prevence v zájmu zaměstnanců. Cílem je efektivní implementace zákonných předpisů BOZP na pracovišti.
    • prevence pracovních úrazů a nemocí z povolání
    • prevence zdravotních rizik
    • obecné úkoly v oblasti ochrany životního prostředí a BOZP
    • humanizace práce
    • úprava pracovních postupů a pracovního prostředí
    Hospodářské záležitosti
    Rada zaměstnanců musí být informována o hos-podářské situaci podniku či o důležitých plánech i jejich dopadech na zaměstnance a spolurozhoduje.
    • organizační změny podniku
    • zajištění rovnováhy zájmů
    • sociální plán
    • hospodářský výbor v podnicích, které mají zpravidla více než 100 zaměstnanců
  • Existuje rada zaměstnanců v každém podniku?

    Bohužel ne. Zásadně platí, že radu zaměstnanců lze založit v každém podniku s 5 a více zaměstnanci oprávněnými volit. Ovšem rady zaměstnanců existují jen tam, kde se najde dost angažovaných zaměst­nanců ochotných založit radu zaměstnanců.

  • Kteří zaměstnanci jsou oprávněni volit?

    Oprávnění volit mají všichni zaměstnanci podniku, kteří dosáhli věku 16 let. Agenturní zaměstnanci mají právo volit v podniku, v němž vykonávají práci, od prvního dne jejich dočasného přidělení, pokud jsou do tohoto podniku přiděleni k výkonu práce na dobu delší než tři měsíce. Občanství ani místo bydliště nehrají roli.

  • Mohu být členem rady zaměstnanců i jako přeshraniční pracovník z Česka?

    Jasně! Kandidovat ve volbách může každý zaměst­nanec starší 18 let, který je v podniku či koncernu zaměstnán nejméně šest měsíců. Pokud daný podnik existuje méně než šest měsíců, udělá se výjimka. Občanství ani místo bydliště nehrají roli.

    Agenturní zaměstnanci nemohou kandidovat do rady zaměstnanců v podniku uživatele. Mohou však kan­didovat do rady zaměstnanců v agentuře práce, která je k uživateli dočasně přidělila.

  • Mohu dostat výpověď, když jsem členem rady zaměstnanců a zaměstnavateli se to nelíbí?

    Ne! Právě naopak! Na členy rady zaměstnanců se vztahuje zvláštní ochrana před výpovědí. Byť se třeba zaměstnavateli nelíbí, že byl někdo zvolen do rady zaměstnanců, nemůže mu jen tak dát výpověď. Podle § 15 zákona o ochraně před výpovědí (KSchG) platí zákaz jednostranného rozvázání pracovního poměru zaměstnavatelem řádnou výpovědí danou členům rady zaměstnanců. Ochrana před výpovědí začíná dnem navržení kandidatury a končí rok po ukončení členství v radě zaměstnanců.

  • Kolik členů má rada zaměstnanců?

    To závisí na celkovém počtu zaměstnanců. V podnicích s 5 až 20 zaměstnanci oprávněnými volit se rada zaměstnanců skládá z jedné osoby, u 21 až 50 zaměstnanců ze tří členů, u 51 až 100 zaměstnanců ze sedmi členů, u 201 až 400 zaměstnanců z devíti členů atd. Odstupňování počtu členů je upraveno v zákoně o organizaci pracovních vztahů v podnicích (BetrVG). V podnicích s 200 a více zaměstnanci je jeden z členů rady zaměstnanců uvolněn pro výkon funkce zástupce zaměstnanců.

    https://dejure.org/gesetze/BetrVG/9.html

  • Co to je „zastoupení mladých a učňů“ (Jugend- und Auszubildendenvertretung – JAV)?

    Tzv. zastoupení mladých a učňů (JAV) je orgánem zastupujícím zájmy mladistvých zaměstnanců (do 18 let) a učňů (do 25 let) v podniku. Stejně jako rada zaměstnanců se stará o dodržování platných zákonů, vyhlášek, nařízení a předpisů BOZP či kolektivních smluv a podnikových dohod. Těžištěm činnosti jsou otázky odborného vzdělávání a přípravy a převzetí učňů po vyučení do pracovního poměru. Volí se v podnicích s nejméně 5 zaměstnanci mladšími 18 let nebo učni zaměstnanými v učebním poměru, kteří ještě nedosáhli věku 25 let.

  • Kdo jsou odboroví důvěrníci v podniku?

    Odboroví důvěrníci mají jiný úkol než rada zaměst­nanců. Rada zaměstnanců je zákonným zastoupením všech zaměstnanců daného podniku, zatímco odbo­roví důvěrníci jsou mluvčími členů odborů, kteří je volí, a zastupují jejich zájmy.

  • Kdo nám poskytne podporu při volbě rady zaměstnanců?

    Rada zaměstnanců nevzniká pouhým založením, nýbrž je demokraticky volena všemi zaměstnanci. Jedná se o orgán chráněný zákonem o organizaci pracovních vztahů v podnicích (BetrVG), při jehož ustavení je nutno dodržet určité právní předpisy a proceduru voleb. Proto byste si měli vyžádat podporu.

    Odborový svaz příslušný pro váš podnik vám poskyt­ne podporu při volbě rady zaměstnanců i při její ná­sledné činnosti. Odborníci odborového svazu znají právní základy či byrokratická úskalí a vědí, co dělat v případě, když se zaměstnavatel pokusí zabránit volbě rady zaměstnanců.

    https://www.dgb.de/betriebsratswahl/zustaendige-gewerkschaft-betriebsratswahl

    Pokud nevíte, který odborový svaz je příslušný pro váš podnik, obraťte se na odborový svaz, jehož jste členkou/členem, nebo na místní kancelář Německé konfederace odborových svazů DGB. Tam vám poradí, na koho se můžete obrátit.

Všechny dotazy a odpovědi na letáku ke stažení:


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19.01.2022
Informacje dla pracowników z Polski

Wybory do rad zakładowych w 2022 r. Rady zakładowe – ważne podmioty w Niemczech!

Od 1 marca do 31 maja 2022 r. odbędą się w Niemczech wybory do rad zakładowych. W dziesiątkach tysięcy przedsiębiorstw pracownicy będą wybierać swoich przedstawicieli do rady zakładowej. Rada zakładowa reprezentuje interesy pracowników wobec pracodawców - i zapewnia współdecydowanie i demokrację w zakładzie. Rady zakładowe wybierane są co najmniej raz na cztery lata.

Wzywamy zatrudnionych do skorzystania ze swego prawa wyborczego. Decydujcie i wybierzcie kandydatów angażujących się na rzecz waszych interesów.

W Niemczech w przeciwieństwie do Polski nie ma organizacji związkowych w zakładach. W przypadku problemów w zakładzie to rady zakładowe są najważniejszymi podmiotami kontaktowymi. Rada jest ustawową reprezentacją interesów pracowniczych w zakładzie. Z reguły współpracuje ona ściśle ze związkiem zawodowym i jest przez niego wpierana. Poza tym w niektórych zakładach istnieją związkowi mężowie zaufania, którzy są osobami kontaktowymi dla członków związku w zakładzie.

Ważne: Ochrona prawna w przypadku konfliktów przysługuje tylko członkom związku zawodowego.

  • Jakie są zadania rady zakładowej?

    Rada zakładowa reprezentuje zakładowe interesy pracowników. Monitoruje, czy pracodawca przestrzega obowiązujących ustaw, rozporządzeń i przepisów o zapobieganiu wypadkom, układów zbiorowych i porozumień zakładowych.

    Rada zakładowa

    • musi wyrazić zgodę na angaż nowych pracowników
    • dba o sprawiedliwie zaszeregowanie
    • współdecyduje o warunkach pracy: o rozpoczęciu i zakończeniu pracy, godzinach przerw, nadgodzinach, dyżurach, niepełnym wymiarze czasu pracy, równoważnym czasie pracy itp.
    • musi być konsultowana przed każdym zwolnieniem
    • angażuje się na rzecz praw uczniów zawodu
    • dba o bezpieczeństwo i higienę pracy

    Rada zakładowa angażuje się na rzecz równego traktowania wszystkich pracowników i integracji pracowników z zagranicy. Narodowość, wyznanie itp. nie mogą odgrywać żadnej roli. Do jej zadań należy też wnioskowanie o działania na rzecz zwalczania rasizmu i wrogości wobec cudzoziemców w zakładzie.

     

    Sprawy socjalne
    Rada zakładowa ma prawo do współdecydowania we wszystkich kwestiach kształtowania czasu pracy i zasad wynagradzania. Regulacje ustawowe czy wynikające z układów zbiorowych muszą być przestrzegane.
    • Wymiar i podział czasu pracy
    • Równoważny czas pracy, konta czasu pracy, praca zmianowa
    • Urlop
    • Wypłata wynagrodzenia
    • Zakładowe kształtowanie wynagrodzeń
    • Ustalanie akordu, premii i płac zależnych od wyników
    Sprawy kadrowe i kształcenie zawodowe
    Rada zakładowa ma prawa do współdecydowania w polityce personalnej. Musi być konsultowana przed każdym zatrudnieniem, zaszeregowaniem, zmianą zaszeregowania, przeniesieniem, zwolnieniem.
    • Zatrudnienia, przeniesienia
    • Oceny
    • Wypowiedzenia
    • Plany personalne
    • Kształcenie zawodowe
    • Doskonalenie zawodowe
    • Zabezpieczenie zatrudnienia
    Ochrona zdrowia i kształtowanie miejsca pracy
    Ochrona i prewencja w interesie pracowników. Celem jest efektywne wdrażanie ustawowej ochrony pracy w zakładzie.
    • Zapobieganie wypadkom przy pracy i chorobom zawodowym
    • Zapobieganie zagrożeniom dla zdrowia
    • Ogólne zadania w ochronie środowiska i pracy
    • Humanizacja pracy
    • Kształtowanie procesów pracy i środowiska pracy
    Sprawy ekonomiczne
    Rada zakładowa musi być informowana i współdecyduje o sytuacji ekonomicznej przedsiębiorstwa, o ważnych planach i ich konsekwencjach dla zatrudnionych.
    • Zmiany w zakładzie
    • Porozumienia
    • Pakiet socjalny
    • Komitet ds. ekonomicznych w przedsiębiorstwach z zazwyczaj ponad 100 pracowników

     

  • Czy w każdym zakładzie jest rada zakładowa?

    Niestety nie. Co do zasady pracownicy w każdym zakładzie zatrudniającym co najmniej 5 pracowników uprawnionych do głosowania mają prawo utworzyć radę zakładową. Rady zakładowe istnieją jednak tylko tam, gdzie znajdą się dostatecznie zaangażowani pracownicy, którzy gotowi są utworzyć radę.

  • Kogo zalicza się do pracowników uprawnionych do głosowania?

    Głosować mogą wszyscy pracownicy zakładu, którzy ukończyli 16. rok życia. Pracownicy tymczasowi są uprawnieni do głosowania od pierwszego dnia pracy w zakładzie wykonywania pracy, jeżeli mają tam pracować ponad trzy miesiące. Obywatelstwo i miejsce zamieszkania nie odgrywa żadnej roli.

  • Czy jako pracownik transgraniczny z Polski lub Czech mogę działać w radzie zakładowej?

    No jasne! Każdy zatrudniony od 18. roku życia z ponad 6-miesięcznym stażem pracy w przedsiębiorstwie lub koncernie, może kandydować w wyborach. Jeżeli zakład istnieje krócej niż sześć miesięcy, robi się wyjątek. Narodowość i miejsce zamieszkania nie odgrywają żadnej roli.

    Jeżeli pracujesz w zakładzie jako pracownik tymczasowy, nie możesz kandydować do rady zakładowej. Możesz za to jednak kandydować w swoim zakładzie pracy tymczasowej, który oddelegował Cię do zakładu pracy.

  • Czy pracodawca może mnie zwolnić, jeżeli jestem członkiem rady zakładowej, a jemu się to nie podoba?

    Nie! Wręcz przeciwnie! Członkowie rady zakładowej korzystają ze specjalnej ochrony przed wypowiedzeniem. Nawet jeżeli pracodawcy nie pasuje, że wybrano radę zakładową, nie może tak po prostu Cię zwolnić. Wypowiedzenia zwyczajne wobec członków rad zakładowych, zgodnie z § 15 ustawy o ochronie przed wypowiedzeniem są zabronione. Ochrona przed wypowiedzeniem obowiązuje od momentu wystawienia swej kandydatury aż do upłynięcia roku od zakończenia członkostwa w radzie zakładowej.

  • Ilu członków liczy rada zakładowa?

    To zależy od liczby pracowników. W zakładach liczących od 5 do 20 pracowników uprawnionych do głosowania rada zakładowa składa się z jednej osoby, od 21 do 50 - z trzech członków, od 51 do 100 - z pięciu członków, od 101 do 200 - z siedmiu członków, od 201 do 400 z 9 osób itd. Te progi wyczytać można z ustawy o ustroju zakładu pracy (Betriebsverfassungsgesetz). W zakładzie zatrudniającym co najmniej 200 pracowników jeden członek rady zakładowej jest oddelegowany do pracy w radzie.

    https://dejure.org/gesetze/BetrVG/9.html

  • Kim są Przedstawiciele Młodzieży i Uczniów Zawodu (JAV)?

    JAV reprezentują interesy młodocianych pracowników (do 18 lat) i uczniów zawodu (do 25 lat). Tak jak członkowie rad zakładowych dbają o przestrzeganie obowiązujących ustaw, rozporządzeń, przepisów o zapobieganiu wypadkom, układów zbiorowych i porozumień zakładowych. Priorytetami ich pracy są kwestie kształcenia zawodowego i przejmowania uczniów zawodu na etat. Wybierani są w zakładach z co najmniej 5 pracownikami, którzy nie ukończyli jeszcze 18. roku życia lub zatrudnieni są w celu nauki zawodu, a nie ukończyli jeszcze 25. roku życia.

  • Kim są mężowie zaufania w zakładzie?

    Mężowie zaufania (Vertrauensleute) mają inne zadanie, niż rada zakładowa. Rada zakładowa jest ustawową reprezentacją interesów wszystkich pracowników w zakładzie. Związkowi mężowie zaufania są reprezentantami interesów i rzecznikami członków związku w zakładzie, przez których są wybierani.

  • Kto wspiera nas w wyborze rady zakładowej?

    Rada zakładowa nie jest tak po prostu zakładana, tylko jest demokratycznie wybierana przez pracowników. Jest ona ustawowo chroniona ustawą o ustroju zakładu pracy. Należy przestrzegać kilku wytycznych prawnych i procedur wyborczych. Dlatego powinniście zapewnić sobie wsparcie.

    Związek zawodowy odpowiedzialny za wasz zakład wesprze was zarówno w wyborach do rady zakładowej jak też w późniejszej pracy. Specjaliści ze związku zawodowego znają podstawy prawne, biurokratyczne rafy i wiedzą też, co trzeba zrobić, gdy pracodawca próbuje uniemożliwić wybory.

    https://www.dgb.de/betriebsratswahl/zustaendige-gewerkschaft-betriebsratswahl

    Jeżeli nie wiecie, który związek zawodowy jest odpowiedzialny za wasz zakład, to zwróćcie się do związku zawodowego, w którym jesteście członkiem lub do miejscowego biura Niemieckiej Federacji Związków Zawodowych (DGB). Tam dowiecie się, kto jest Waszą osobą kontaktową.

Wszystkie pytania i odpowiedzi na ulotce do pobrania:


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