Anpacken für Gute Arbeit in der Lausitz!

Datum

Ordnungsnummer 51

Hoyerswerda, 31. August 2026 – „Anpacken für Gute Arbeit“ – so lautet das Motto der 21. Lausitz-Konferenz der DGB-Bezirke Sachsen und Berlin-Brandenburg sowie des Projekts REVIERWENDE. Mehr als 200 Teilnehmende aus Gewerkschaften, Betrieben, Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft diskutieren die Umsetzung des laufenden Strukturwandels in der Lausitz. Dabei wird deutlich, dass an vielen Stellen nachgesteuert werden muss, um die Industrieregion Lausitz zu erhalten. 

„Die Menschen in der Lausitz brauchen eine verlässliche Perspektive in der Region. Dabei stehen gute und sichere Arbeitsplätze im Zentrum“, sagt Daniela Kolbe, DGB-Vorsitzende in Sachsen. „Die aktuellen Krisen und Herausforderungen schlagen auch auf die Beschäftigung in der Lausitz durch. Die Beschäftigten haben Sorge um ihren Arbeitsplatz und fordern von der Politik mehr Investitionen in die Zukunft. Stattdessen wird dort jedoch die Axt an den Sozialstaat und Arbeitnehmerrechte gelegt. Das ist der falsche Weg. Wer meint, mit Sozialkürzungen oder der Abschaffung des 8-Stunden-Tages mehr Nachfrage bei Unternehmen zu schaffen, ist schief gewickelt. Notwendig ist ein handlungsfähiger Staat, der Wirtschaftsimpulse setzt und gleichzeitig die sozialen Sicherheitssysteme und die Arbeitswelt gerecht gestaltet. Gerade in unsicheren Zeiten muss die Politik ihre Gestaltungskraft nutzen. Dazu gehört zum Beispiel die Elektrifizierung der Bahnstrecke Dresden-Görlitz. Seit mehr als 20 Jahren wird über diese wichtige Anbindung der Lausitz an die Landeshauptstadt Dresden und an Polen geredet. Passiert ist noch nichts. Die Bundesregierung muss jetzt handeln“, fordert Kolbe.

„Der Strukturwandel gelingt dann, wenn er als gemeinsame Aufgabe verstanden wird, in der die Menschen vor Ort eine starke Stimme haben“, erklärt Nele Techen, stellvertretende Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg. „Verlässlichkeit, Mitbestimmung und starke öffentliche Infrastruktur sind der Schlüssel für die Zukunft der Lausitz. Um junge Menschen in der Region zu halten, braucht es Investitionen in gute Löhne, Tarifverträge, Ausbildung und Wohnen statt Sparrunden bei Bildung und ÖPNV. Darüber hinaus bedarf es verlässlicher Rahmenbedingungen, um weitere Arbeitsplatzverluste in der Industrie abzuwenden“, sagte Techen. 

Ansprechpartner: Nicole-Babett Heroven, mobil: 015163391298

zurück