Der Arbeitsmarkt in Sachsen braucht neuen Schwung

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Ordnungsnummer 59

„Die Lage auf dem Arbeitsmarkt in Sachsen bleibt angespannt. Der saisonale Rückgang der Arbeitslosigkeit im September ist gut, aber noch lange nicht ausreichend. Insbesondere in der Industrie bangen viele Beschäftigte um ihre Arbeitsplätze. Binnen eines Jahres sind in Sachsen 10.000 Arbeitsplätze im Verarbeitenden Gewerbe verloren gegangen. Weitere Abbaupläne stehen im Raum und tragen weiter zur Verunsicherung der Beschäftigten bei. Notwendig sind jetzt Investitionen in die Wirtschaft und die Unterstützung der Beschäftigten. Mit diesen positiven Impulsen muss die Abwärtsspirale gestoppt und wieder Schwung in den Arbeitsmarkt gebracht werden.“

Kontraproduktiv seien laut Hron Kürzungsprogramme, die von der Regierung als Reformen verkauft werden. Kürzungen bei Gesundheit, Pflege und Rente brächten keinen einzigen Auftrag mehr für die Unternehmen und auch keinen einzigen zusätzlichen Arbeitsplatz. 

„Was wir brauchen, sind echte Reformen, die unsere Wirtschaft, den Sozialstaat und den Arbeitsmarkt fit für die Zukunft machen. Besonders fatal wäre es, jetzt den Rotstift bei der Arbeitslosenversicherung anzusetzen. Die Unternehmen und Beschäftigten brauchen angesichts der Krisen und des Strukturwandels nicht weniger, sondern mehr Beratung, Weiterbildung und Vermittlung. Wer daran kürzen will, verbaut uns die Zukunft“, sagte Hron.

Die Beschäftigten hätten laut Hron einen Anspruch auf Unterstützung und gute Leistungen der mit ihren Beiträgen finanzierten Arbeitslosenversicherung. „Die Arbeitslosenversicherung war und ist ein Garant für Stabilität. Das muss auch in Zukunft so bleiben“, mahnte Hron.

Mit Blick auf den morgigen internationalen Tag der älteren Menschen betonte Hron: „Ältere Beschäftigte sind hoch qualifiziert und wichtige Kompetenzträger in den Unternehmen. Wer jetzt ältere Beschäftigte auf die Straße setzt, agiert enorm kurzsichtig. Die Unternehmen kann ich nur auffordern, die Beschäftigten möglichst lange mit alternsgerechten Arbeitsbedingungen an Bord zu halten. Auch bei Neueinstellungen sollte weniger auf das Alter und mehr auf die Kompetenzen der Arbeitsuchenden geschaut werden.“ 

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