DGB Sachsen zu den Arbeitsmarktdaten: Alarmstufe Rot - Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit um 17,4 Prozent ist inakzeptabel

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Ordnungsnummer 12

Zu den heute veröffentlichten Arbeitsmarktdaten der Bundesagentur für Arbeit sagte der stellvertretende Vorsitzende des DGB Sachsen Ralf Hron: 

„Die aktuelle Bilanz für den Februar 2026 ist ein Schlag ins Gesicht für die junge Generation im Freistaat. Während die Gesamtarbeitslosigkeit stagniert, explodieren die Zahlen bei den jungen Menschen: 17.018 Jugendliche unter 25 Jahren sind aktuell in Sachsen arbeitslos gemeldet. Das ist ein dramatischer Anstieg von 17,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Es ist völlig widersinnig, wenn die sächsische Wirtschaft lautstark über Fachkräftemangel klagt, aber gleichzeitig junge Fachkräfte nicht übernimmt. Besonders alarmierend ist die Situation bei den unter 20-Jährigen im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III), wo wir ein Plus von 27,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnen.

Ein Anstieg der Arbeitslosigkeit in dieser Altersgruppe darf nicht ignoriert werden. Die Unternehmen müssen ihrer Verantwortung gerecht werden und jungen Menschen durch Übernahmen und moderne Ausbildung echte Perspektiven bieten. Wer heute den Nachwuchs im Regen stehen lässt, darf sich morgen nicht über fehlende Fachkräfte beschweren.“

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