DGB Sachsen zu den Arbeitsmarktdaten: Der Handlungsdruck wächst

Datum

Ordnungsnummer 08

Zu den heute veröffentlichten Arbeitsmarktdaten der Bundesagentur für Arbeit sagte der stellvertretende Vorsitzende des DGB Sachsen Ralf Hron: 

„Der starke Anstieg der Arbeitslosigkeit in Sachsen ist ein deutliches Warnsignal. Die Arbeitslosenquote erreicht mit 7,3 Prozent den höchsten Stand in einem Januar seit 2017. 

Der Rückgang der Beschäftigung insbesondere auch im Industriebereich erhöht den politischen Handlungsdruck. Im Vergleich zum Vorjahr sind in Sachsen rund 10.000 weniger Beschäftigte im Verarbeitenden Gewerbe tätig. Die Zahlen zeigen deutlich, dass die Krise auch im energieintensiven Fertigungsbereich spürbar angekommen ist.

Die Beschäftigten brauchen Sicherheit - Arbeitsplätze müssen jetzt dringend gesichert werden. Der Rückgang im Verarbeitenden Gewerbe lässt die Alarmglocken schrillen. Sachsen ist ein Industriestandort mit hoch qualifizierten Fachkräften. Es muss jetzt alles dafür getan werden, die Unternehmen zu stabilisieren und ihnen Planungssicherheit zu geben. An die Arbeitgeber appelliere ich, die Fachkräfte zu halten und sich für die Zukunft gut aufzustellen. Wenn sich Fachkräfte erst mal anders orientiert haben, kommen sie nicht so leicht zurück.“ 

Die in dieser Woche veröffentlichten Daten des Statistischen Landesamtes Sachsen zur Entwicklung der Erwerbstätigen, hatten ebenfalls einen deutlichen Rückgang der Beschäftigten im Verarbeitenden Gewerbe gegenüber dem Vorjahr gezeigt.

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