Zu den heute von der Regionaldirektion Sachsen veröffentlichten Arbeitsmarktdaten sagte der sächsische DGB-Vize Ralf Hron:
„Die Lage auf dem sächsischen Arbeitsmarkt bleibt ernst. Der saisonbedingte Rückgang der Arbeitslosigkeit ist eine gute Nachricht, kann aber nicht zufriedenstellen. Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der Arbeitslosen um rund 6.700 Personen angestiegen. Die Arbeitslosquote erreicht den Höchststand in einem April seit 2016.
Es muss jetzt mehr dafür getan werden, den Arbeitsmarkt wieder in Schwung zu bringen. Ansonsten droht die Gefahr, dass sich die Arbeitslosigkeit verfestigt. Die Verhinderung von Langzeitarbeitslosigkeit und der Abbau der Arbeitslosigkeit von Jugendlichen muss eine hohe Priorität haben. Die Arbeitgeber fordere ich auf, alles dafür zu tun, die Beschäftigten an Bord zu halten und in junge Menschen zu investieren. Was wir uns in Sachsen nicht leisten können, ist eine Abwanderungswelle von Fachkräften in andere Bundesländer. Das würde den Fachkräftemangel in Sachsen in den kommenden Jahren weiter verschärften.
Gleichzeitig müssen die geplanten Entlastungen bei den Energiepreisen und bei den Kraftstoffpreisen zügig umgesetzt und weiterentwickelt werden. Und sie müssen spürbar bei den Unternehmen und Beschäftigten ankommen und dürfen nicht von Ölmultis als Gewinne verfrühstückt werden. Wenn die Verunsicherung über die zukünftige Entwicklung der Wirtschaft und der Preise weiter zunimmt, werden die Stellenangebote weiter hinter den Erwartungen zurückbleiben und es droht ein weiterer Beschäftigungsabbau.“