Der sächsische DGB Vorsitzende Markus Schlimbach hat angesichts der deutlich steigenden Arbeitslosenzahlen zu verstärkten Anstrengungen der Landespolitik gemahnt: „Der Arbeitsmarkt wird voll von der Wirtschaftskrise getroffen. Steigende Arbeitslosenzahlen und ein Tiefpunkt an offenen Stellen zeigen, dass die Krise vor allem der Industrie zu schaffen macht. Einzig der Höchststand bei beruflicher Weiterbildung und betrieblicher Eingliederung durch die Arbeitsagenturen schafft etwas Erleichterung auf dem Arbeitsmarkt.“
„2026 muss endlich der versprochenen Investitionsbooster durch die Kredite des Bundes zünden. Wir brauchen jetzt ein Aufbruchssignal, dass Straßen, Schienen, Schulen und Krankenhäuser gebaut und erneuert werden. Lieber jetzt ein paar Baustellen mehr, als steigende Arbeitslosigkeit hinzunehmen. Insbesondere der Freistaat steht in der Pflicht die Kommunen jetzt finanziell besser auszustatten, damit sie ihren Aufgaben auch tatsächlich gerecht werden können“, so Schlimbach.
Besonderes Augenmerk müsse dem Abbau der Jugendarbeitslosigkeit gelten: „Das ist keine faule Generation Z, die jetzt arbeitslos wird, sondern eine denkfaule Generation von Unternehmern, die über Fachkräftemangel jammert, aber jungen Leute zuerst rausschmeißt. Hier muss sich auch in den Betrieben und Chefetagen was ändern“, so der Gewerkschafter.