„Wir gratulieren Marcus Hoffmann zur Wahl und sind froh, dass ein demokratischer Kandidat der nächste Oberbürgermeister wird“, erklärt Katja Eberhardt, Geschäftsführerin des DGB Südwestsachsen. „Gleichzeitig dürfen wir nicht zur Tagesordnung übergehen. Ein Stimmenanteil von rund 47 Prozent für einen rechtsextremen Kandidaten zeigt, wie tief Verunsicherung und Frust sitzen. Südwestsachsen darf kein Experimentierfeld für demokratiefeindliche Kräfte werden.“
Aus Sicht des DGB muss die Antwort auf dieses Wahlergebnis eine Politik sein, die den Menschen durch soziale Gerechtigkeit, gute Arbeit und verlässliche Strukturen wieder spürbare Sicherheit im Alltag gibt.
Christin Follak, Vorsitzende des DGB Erzgebirge, formuliert die konkreten Erwartungen an den neuen Oberbürgermeister: „Es darf keine Zusammenarbeit oder Normalisierung im Umgang mit rechtsextremen Kräften im Stadtrat geben. Weltoffene Werte müssen das Fundament bleiben. Zudem braucht die Wirtschaft im Erzgebirge dringend Fachkräfte. Diese gewinnt und hält man nur mit attraktiven Arbeitsplätzen, fairen Löhnen und einer starken Tarifbindung.“
Der DGB bietet Marcus Hoffmann einen konstruktiven Dialog an und wird das neue Stadtoberhaupt im Sinne der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Aue-Bad Schlema beim Wort nehmen.