DGB Vogtland ruft zu einem bewussten Umgang mit politischem Protest auf
Das Recht auf Demonstrationsfreiheit ist ein hohes Gut unserer Demokratie. Gleichzeitig trägt jede und jeder Verantwortung dafür, welche Anliegen unterstützt werden und mit welchen Akteurinnen und Akteuren man gemeinsam auf die Straße geht. Auch das Demokratiebündnis Vogtland hat in einer öffentlichen Stellungnahme dazu aufgerufen, sich kritisch mit den Inhalten und dem Umfeld der Demonstration des Projekts M1llion auseinanderzusetzen. Diese Hinweise sollten Anlass sein, sich vor einer Teilnahme umfassend zu informieren und eine bewusste Entscheidung zu treffen.
Der Vorsitzende des DGB-Kreisverbandes Vogtland Jens Brenner (EVG) erklärt dazu: „Viele Menschen treiben die Sorgen über steigende Lebenshaltungskosten, wirtschaftliche Unsicherheit und die Zukunft unseres Landes um. Diese Sorgen sind berechtigt. Aber sie dürfen nicht dazu führen, dass wir unsere demokratischen Grundwerte aus dem Blick verlieren. Wer für soziale Gerechtigkeit auf die Straße geht, sollte genau hinschauen, mit wem er oder sie das tut. Als Gewerkschaften stehen wir für Solidarität statt Spaltung, für Respekt statt Ausgrenzung und für Lösungen, die den Menschen wirklich helfen.“
Der DGB lädt alle Bürgerinnen und Bürger ein, sich gemeinsam für soziale Gerechtigkeit, gute Arbeit und eine starke Demokratie einzusetzen – unter anderem bei der großen Sozialprotestaktion des DGB am 26. September in Leipzig. Dort stehen die Themen im Mittelpunkt, die die Menschen bewegen: gute Arbeitsbedingungen, faire Löhne, soziale Sicherheit, Investitionen in die Zukunft und ein starker gesellschaftlicher Zusammenhalt.
„Wer unsere Gesellschaft verändern will, braucht Solidarität, Respekt und demokratischen Zusammenhalt – nicht Spaltung.“, so Jens Brenner abschließend.