Die grassierende Unsicherheit ist Gift für den Arbeitsmarkt. Jetzt Zukunftsimpulse setzen!

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Ordnungsnummer 41

Zu den heute veröffentlichten Arbeitsmarktdaten für Sachsen sagte der stellv. Vorsitzende des DGB Sachsen, Ralf Hron:

„Die Arbeitslosenzahlen sind trotz eines leichten Rückgangs der Arbeitslosigkeit ernüchternd. Die Arbeitslosigkeit in Sachsen befindet sich auf dem Höchststand seit zehn Jahren. Der Arbeitsmarkt wankt und muss dringend weiter stabilisiert werden. Notwendig sind wachstums- und nachfragestimulierende Impulse, um die Unternehmen und den Arbeitsmarkt zukunftsfest aufzustellen. Der Rückgang der Beschäftigung insbesondere im Verarbeitenden Gewerbe um 10.300 Beschäftigte binnen eines Jahres ist ein deutliches Warnsignal. 

Die grassierende Unsicherheit ist Gift für den Arbeitsmarkt. Die Unternehmen halten sich bei der Stellenbesetzung zurück und die Beschäftigten ihr Geld zusammen. Beschäftigte und Unternehmen brauchen Sicherheit - durch eine verlässliche Wirtschaftspolitik und durch ein soziales Netz, das trägt. Kürzungen bei der Rente, Pflege oder Gesundheitsleistungen bewirken genau das Gegenteil. Sie treiben die Verunsicherung weiter voran und schaden der Binnennachfrage. Es muss jetzt mehr dafür getan werden, die Beschäftigten in Arbeit zu halten und gleichzeitig die Verfestigung der Arbeitslosigkeit zu verhindern.“

Hron betonte, dass es zur Standortsicherung jetzt mutige Impulse aus Wirtschaft und Politik brauche. „Die wirtschaftliche Krise darf nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden. Sachsen ist ein Industrieland und muss es auch bleiben. Mit durchgestochenen Horrornachrichten über Schließungen und Produktionsverlagerungen schaffen wir kein Vertrauen bei den Beschäftigten, den Kommunen und in den Standort. Sachsen steht bereits jetzt vor demografischen Herausforderungen. Die Devise muss lauten: Standorte sichern und Fachkräfte halten“, forderte Hron.

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