DGB-Ostsachsen: Gewerkschafter lehnen Schließung des Arbeitsgerichtes Bautzen ab
Gewerkschafter lehnen Schließung des Arbeitsgerichtes Bautzen ab
Der DGB-Ostsachsen hat mit Erschütterung die Pläne zur Schließung des Arbeitsgerichtes Bautzen aufgenommen. Wir lehnen solche Pläne ab. Es gibt aus unserer Sicht keinen vernünftigen Grund das zu tun. Wir vertreten die Interessen der Beschäftigten in der Region. Dana Dubil, DGB-Chefin Ostsachsen: „Wir fordern die Präsenz in der Fläche so zu erhalten, wie sie jetzt ist, vor allem mit den Verhandlungstagen in Görlitz und Hoyerswerda.“
Unsere Argumente für das Arbeitsgericht Bautzen sind: wohnortnahe Verhandlungen, kurze Verfahrensdauer von 4 bis 6 Monaten im Vergleich zu Dresden mit über 1 Jahr Infrastruktur vorhanden und muss nicht zusätzlich angemietet werden und die Stellen sind weitestgehend besetzt und arbeitsfähig. Auch für offene Stellen gibt es Interessenten, die sicher nicht nach Dresden pendeln wöllten, bei der unbefriedigenden Situation auf der Bahnstrecke Görlitz – Dresden.
Auch Axel Drescher, Gewerkschafter der IG Metall Ostsachsen sagt zu den Plänen: „Das Arbeitsgericht in Bautzen, mit den Außenkammern Görlitz und Hoyerswerda müssen erhalten bleiben. Gerade in unserer Region haben wir viele Rechtsstreitigkeiten mit aggressiven Arbeitgebern, die Betriebsratswahlen behindern wollen, unseren Kolleginnen und Kollegen Löhne vorenthalten oder Betriebsräten das Leben schwer machen. Dafür benötigen wir stabile schnelle Gerichte vor Ort.“