Gute und sichere Arbeitsplätze, Stärkung der Wirtschaft, der Demokratie und der sozialen Sicherheit stehen 2026 im Fokus.

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Ordnungsnummer 1

Der DGB Sachsen stellt die Schaffung von Guter Arbeit, die Stärkung der Wirtschaft und eine hohe soziale Sicherheit in den Mittelpunkt für 2026. 

„Die Herausforderungen für die Beschäftigten, Unternehmen und Politik werden im Jahr 2026 nicht kleiner. Wir brauchen eine handlungsfähige und verlässliche Politik, die nicht populistisch auf kurzfristige Klickzahlen schaut, sondern Sachpolitik im Sinne der Menschen macht. Die Zukunft muss jetzt gemeinsam mit den Sozialpartnern gestaltet werden. Die Krise in der Industrie schlägt sich zunehmend auf dem Arbeitsmarkt nieder. Der hohe Abbau von Industriearbeitsplätzen im letzten Jahr ist ein deutliches Alarmsignal. Sowohl die Unternehmen als auch die Beschäftigten brauchen jetzt Sicherheit. 

Angriffe auf die Arbeitszeit oder schamloser Sozialabbau heizen die Verunsicherung und Unzufriedenheit der Beschäftigten hingegen an. Sie tragen zur weiteren Spaltung der Gesellschaft bei und schaden letztlich der Demokratie. In diesen verunsichernden Zeiten ist Verlässlichkeit und Sicherheit gefragt. Wir stellen uns dem sozialen Kahlschlag entschieden entgegen und gehen für eine starke Demokratie in die Offensive“, sagte der sächsische DGB-Chef Markus Schlimbach.

Die Demokratie in den Betrieben und Verwaltungen wird ein wichtiger Schwerpunkt der Gewerkschaften im ersten Halbjahr 2026 sein. Da finden die Betriebsratswahlen und Personalratswahlen in Sachsen statt. 

„Betriebsräte und Personalräte sind Garanten der Demokratie und Mitbestimmung in den Betrieben und Verwaltungen. Sie bestimmen über die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten mit und sind Treiber von Innovationen und guten Arbeitsplätzen der Zukunft. Gegen die Behinderung der Arbeit von Betriebsräten oder der Betriebsratswahlen werden wir konsequent vorgehen. Das ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat. Eine starke Demokratie in den Betrieben, Verwaltungen und in der Gesellschaft ist die Grundlage unseres Zusammenlebens, der Wirtschaft und der Arbeitswelt“, so Schlimbach. 

Die Beteiligung der Beschäftigten ist auch regional beim Strukturwandel und der Transformation in Sachsen dringend notwendig. Die sächsische Vize-Chefin des DGB Sachsen, Daniela Kolbe, mahnte an, die Kompetenzen vor Ort noch besser in Entscheidungen einzubeziehen. 

„Wir brauchen in Sachsen eine Strukturpolitik mit Weitblick, die heute die richtigen Weichen für ein gutes Morgen der Beschäftigten in allen Regionen stellt. Alle Kräfte müssen gebündelt und die Beschäftigten vor Ort einbezogen werden. Insbesondere die demokratisch gewählten Betriebsräte und ihre Erfahrungen müssen stärker eingebunden werden. Sachsen ist ein Industrieland und soll es auch bleiben. Unser Kernanliegen ist die Sicherung und die Schaffung von gut bezahlten tariflichen Arbeitsplätzen in ganz Sachsen“, betonte Kolbe.

Mit Blick auf den Koalitionsvertrag von CDU und SPD in Sachsen fordert der DGB Sachsen Vertragstreue von den Koalitionspartnern. 

„Ein großer Erfolg ist, dass in Sachsen das Recht auf Bildungsfreistellung eingeführt wird. Wir rechnen fest mit der Zustimmung des Sächsischen Landtags in der ersten Plenarsitzung im Februar 2026. Das ist auch ein gutes Beispiel dafür, dass Menschen in der Demokratie durch ihr Engagement Verbesserungen erreichen können. Mehr als 55.000 Menschen haben unseren Volksantrag des Bündnisses „5 Tage Bildungszeit für Sachsen“ unterschrieben. Diese viele Tausend Menschen freuen sich jetzt, dass ein Teil ihrer Forderung nun Realität werden wird“, so Kolbe. 

Außerdem erwartet Kolbe von den Koalitionspartnern, endlich die im Koalitionsvertrag vereinbarte Bundesratsinitiative zum Buß- und Bettag auf den Weg zu bringen und erneuert die gewerkschaftliche Forderung eine Tariftreueregelung im Vergabegesetz einzuführen.

„An diesen Themen werden wir auch im Jahr 2026 dranbleiben. Die Verlässlichkeit der Politik zeigt sich im konkreten Handeln und nicht in Ankündigungen. Die Gerechtigkeit bei der Finanzierung der Pflegeversicherung in Sachsen und die Stärkung der Tarifbindung dürfen nicht weiter auf die lange Bank geschoben werden“, so Kolbe abschließend.

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