Jeder junge Mensch, der eine Ausbildung machen möchte, muss auch die Möglichkeit dazu bekommen.

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Ordnungsnummer 67

Zur heute veröffentlichten Ausbildungsbilanz der Regionaldirektion Sachsen und der Kammern sagte der Jugendsekretär des DGB Sachsen, Vincent Seeberger, in Dresden:

„Die Zahl von 1.643 Jugendlichen, die noch keinen Ausbildungsvertrag unterschrieben haben, zeigt die angespannte Situation für junge Menschen im Übergang von Schule in Ausbildung. Das ist ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr von 373 unversorgten Jugendlichen. Diese Zahlen zeigen, dass der kleine rechnerische Überhang an Ausbildungsstellen gegenüber Ausbildungssuchenden noch lange keine Garantie dafür ist, dass alle Jugendlichen eine echte Chance auf einen Ausbildungsplatz bekommen. Denn freie Stellen und Ausbildungssuchende passen oft nicht automatisch zusammen. Wenn der gewünschte Beruf nicht angeboten wird, der Ausbildungsplatz zu weit vom Wohnort entfernt ist oder Betriebe zu hohe Zugangshürden aufbauen, hilft die Statistik den Jugendlichen wenig.“ 

Mit Blick auf die Fachkräfteentwicklung in Sachsen sagte Seeberger: „Wir erleben eine paradoxe Situation: Unternehmen beklagen den Fachkräftemangel, gleichzeitig geht das Ausbildungsplatzangebot zurück. Wer heute über fehlende Fachkräfte klagt, darf nicht bei der Ausbildung sparen. Die Betriebe müssen auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten mehr Verantwortung übernehmen und ausreichend Ausbildungsplätze anbieten. Gleichzeitig braucht es bessere Unterstützung beim Übergang von der Schule in den Beruf und mehr Bereitschaft, jungen Menschen eine Chance zu geben, auch wenn nicht jede Voraussetzung von Anfang an erfüllt ist. Unser Anspruch muss sein: Jeder junge Mensch, der eine Ausbildung machen möchte, muss auch die Möglichkeit dazu bekommen.“

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