Die Wut, die bleibt - Strategien gegen die Ohnmacht

Leipzig-Nordsachsen

25.11.2026 von 15:30 - 18:30

Johannisplatz 5-11, Richard-Wagner-Platz, Dorotheenplatz

Wir gedenken derer, die durch patriarchale Gewalt und Morde aus dem Leben gerissen wurden und werden. Wir sind wütend und unsere Wut bleibt. Sie entsteht aus Erinnerung, Verlust und Solidarität. Sie bleibt, weil sie nicht in Ohnmacht enden darf. Unsere Wut bestärkt uns im gemeinsamen Handeln, in Unterstützung, Fürsorge und Widerstand. Wir kämpfen für eine Zukunft ohne Gewalt und ohne Femizide.


Feministisches Gedenken heißt für uns nicht nur, an Betroffene zu erinnern, sondern nach den Bedingungen zu fragen, die Gewalt ermöglichen. Wir wollen öffentlich sichtbar machen: Wer wird geschützt, wer wird überhört und was passiert, wenn Beratungsstellen, Präventionsarbeit und Schutzräume gekürzt und politisch geschwächt werden? Politisch wird ein immer rechteres und autoritäreres Gesellschaftsbild vorangetrieben, welches die reale Sicherheit von Frauen, Queers, trans, inter und nicht-binären Menschen bedroht. Deshalb sagen wir: Erinnern allein reicht nicht!


Wir fordern:
• Orte, an denen wir verlässlich Schutz geben und finden können
• Orte, an denen wir einander unterstützen können
• Orte, an denen wir gemeinsam erinnern und Strategien für den Widerstand entwickeln können
 

Strategien gegen patriarchale Gewalt können vielseitig sein – eine ist die Erfahrung, gemeinsam auf die Straße zu gehen. Kommt mit eurer Wut und eurer Trauer! Zeigt euch solidarisch!


25. November 2026
Startkundgebung: 15:30 Uhr GRASSI-Museum, Johannisplatz 5-11, Leipzig
Zwischenkundgebung: 17:00 Uhr Richard-Wagner-Platz, Leipzig
Abschlusskundgebung: 18:00 Uhr Dorotheenplatz, Leipzig
 

Unsere Wut trägt auch diejenigen mit, die heute nicht hier sein können. Gemeinsam machen wir sichtbar, dass konsequent feministisches Handeln immer auch ein Schritt zur systemischen Veränderung ist.


Unser Demo-Konsens: Uns ist es wichtig, Solidarität zu zeigen ohne National- und Territorialflaggen. Transparente und Aufkleber mit Meinungen fördern hingegen die Möglichkeit, in Austausch zu treten. Wir stellen uns gegen Unterdrückungs- und Diskriminierungsformen wie Nationalismus, Rassismus, anti-muslimischen Rassismus, Sexismus, Antisemitismus, Ableismus, Trans- und Homofeindlichkeit.