Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus
Seit 1996 ist der 27. Januar bundesweit ein gesetzlich festgelegter Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Zugleich ist der Tag seit 2005 internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust.
Das Datum bezieht sich auf den 27. Januar 1945, den Tag der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee.
Die Stadt Leipzig erinnert anlässlich dieses Tages mit Gedenkveranstaltungen an die Opfer des Nationalsozialismus. Das Gedenken findet jährlich am Mahnmal in Abtnaundorf, am Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma am Schwanenteich sowie im Neuen Rathaus statt.
26.01.2026
Gedenken am Denkmal "Geschlagener"
Am Denkmal „Geschlagener“ (Schwanenteich Goethestraße) wird um 17 Uhr der Opfer der Sinti und Roma gedacht. Nach der Begrüßung durch Oberbürgermeister Burkhard Jung schließt sich ein Gedenkwort von Gjulner Sejdi, Vorsitzender des Romano Sumnal e.V., an. Danach wird an das Schicksal eines deportierten und ermordeten Angehörigen der Sinti- und Roma-Gemeinschaft aus Leipzig erinnert.
27.01.2026
Zentrale Gedenkveranstaltung
Die zentrale Gedenkveranstaltung der Stadt Leipzig findet um 18:00 Uhr an der Gedenkstätte Abtnaundorf (Theklaer Straße, Höhe Heiterblickstraße) statt. Für die Fahrt nach Abtnaundorf stellt die Stadt kostenfrei Busse bereit. Diese fahren um 17:30 Uhr in der Goethestraße am Busparkplatz ab.
Am Denkmal für die Opfer des "Massakers von Abtnaundorf" wird Oberbürgermeister Burkhard Jung die Gedenkrede halten. Außerdem sprechen Annkathrin Richter von der Initiative Riebeckstraße 63 und Jodi Breisler, die Generalkonsulin der USA.
Nach einem Gebet der Christlich-Jüdischen Arbeitsgemeinschaft werden Kränze und Blumen niedergelegt und eine Schweigeminute gehalten. Für die musikalische Umrahmung sorgt der Chor der F.-A.-Brockhaus-Schule Leipzig. Die Rückfahrt der Busse zum Neuen Rathaus ist um 19:00 Uhr vorgesehen.
Eröffnung der Ausstellung “Die Verleugneten. Opfer des Nationalsozialismus. 1933-1945-heute”
Im Anschluss an die Gedenkveranstaltung in Abtnaundorf erfolgt um 19:20 Uhr eine Kranzniederlegung an der Gedenktafel für die ermordeten Stadtverordneten in der Oberen Wandelhalle im Neuen Rathaus.
Dem schließt sich die Eröffnung der Ausstellung “Die Verleugneten. Opfer des Nationalsozialismus. 1933-1945-heute“ durch Oberbürgermeister Burkhard Jung und den Leiter der Gedenkstätte KZ Flossenbürg, Dr. Jörg Skriebeleit, an. Die Schau erinnert an Menschen, die im Nationalsozialismus als ”Asoziale" und “Berufsverbrecher” verfolgt wurden, in Konzentrationslagern einsaßen und auch nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs weder in der Bundesrepublik, der DDR noch in Österreich eine Anerkennung als Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft erfuhren. Erst im Februar 2020 entschied der Deutsche Bundestag auf deren Rehabilitierung und beauftragte die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg mit der Erstellung der nun in Leipzig gezeigten Ausstellung.
Die Ausstellung ist bis zum 31.03.2026 in der Unteren Wandelhalle des Neuen Rathauses während der Öffnungszeiten (Montag bis Donnerstag von 7 bis 18 Uhr, Freitag von 7 bis 16 Uhr) zu sehen.